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Römertor

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Das Römertor wurde 1903 von Stadtbaumeister Felix Genzmer über einem Durchbruch durch die Heidenmauer errichtet, der bei der Anlage der Coulinstraße nötig geworden war. Der historisierende Viadukt besteht aus Haupt- und Nebentor, Türmen und Wehrgang. Genzmer realisierte ihn nach römischem Vorbild mit einem Bruchsteinmauerwerk und einer Holzkonstruktion. Der überdachte Wehrgang vervollständigt den Eindruck einer Festungsanlage im Stile der 1898 rekonstruierten Saalburg. Daran schließt sich im rechten Winkel eine Treppenanlage an, über die man auf kurzem Wege zur Langgasse gelangt. 1979 wurde das Bauwerk um einen Treppenaufgang auf der Talseite erweitert, so dass die Querung der Coulinstraße für Fußgänger über das Römertor möglich wurde.

Zwischen 2010 und 2014 wurde das Römertor grundlegend saniert. Aus Gründen des Denkmalschutzes trug man den Zugang zur Stadtseite wieder ab. Seither erfüllt das Römertor den von seinem Architekten Felix Genzmer ursprünglich vorgesehenen Zweck einer Aussichtsplattform.

Literatur

Sigrid Russ, Bearb., Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Wiesbaden I.1 – Historisches Fünfeck. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Stuttgart 2005 [S. 116–118; 141–146; 222].

Zeitungsausschnittsammlung Stadtarchiv Wiesbaden, "Römertor".

Römertor, um 1900 wiesbaden.de/ Stadtarchiv Wiesbaden, F000-12932, Urheber: unbekannt
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