Feuerwehreinsatz wegen vermeintlich radioaktivem Gegenstand
Am Donnerstagnachmittag kam es vor der Feuerwache 1 im Wiesbadener Kurt-Schumacher-Ring zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Grund war ein Gegenstand, bei dem zunächst unklar war, ob es sich um einen Gefahrstoff handelte.
Gegen 15.50 Uhr klingelten eine ältere Dame und ihr Sohn am Haupteingang der Wache und baten die Einsatzkräfte um Unterstützung. Ihren Angaben zufolge befand sich in ihrem auf dem Besucherparkplatz vor der Wache abgestellten Fahrzeug ein Behältnis, welches mit einem radioaktiven Flügelrad gekennzeichnet war.
Der diensthabende Direktionsdienst überprüfte die Angaben vor Ort und stellte fest, dass die Beschreibung anhand der äußeren Erscheinung des Gegenstands plausibel erschien. Aufgrund der möglichen Gefährdungslage wurde umgehend das Einsatzstichwort „H Radioaktiv“ ausgelöst. und weitere Einsatzkräfte der Feuerwachen 1, 2 und 3, der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte sowie Einheiten des Rettungsdienstes alarmiert.
Zur Absicherung der Einsatzstelle sperrte die Polizei den Kurt-Schumacher-Ring vollständig für den Verkehr. Ein erster Trupp der Feuerwehr ging unter Atemschutz und mit entsprechender Schutzkleidung zur Erkundung vor und führte Messungen mit Strahlenmessgeräten durch. Diese ergaben jedoch keine Auffälligkeiten. Weder am Fahrzeug noch am bleiummantelten Behälter oder in dessen unmittelbarer Umgebung konnte Radioaktivität nachgewiesen werden.
Parallel dazu wurden vorsorglich übergeordnete Behörden informiert, darunter das Lagezentrum des Hessischen Ministeriums des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz, das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat sowie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie. Spezialisierte Strahlenschutzfachkräfte sind derzeit auf dem Weg zur Einsatzstelle, um den Fund abschließend zu begutachten und einen sicheren Abtransport sowie eine fachgerechte Entsorgung zu veranlassen.
Im Einsatz waren rund 15 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte sowie zehn Kräfte des Wiesbadener Rettungsdienstes einschließlich der Einsatzleitung Rettungsdienst. Der Verkehr auf dem Kurt-Schumacher-Ring konnte nach Abschluss der ersten Maßnahmen wieder freigegeben werden. Die Feuerwehr betont, dass zu keiner Zeit eine Gefährdung der Bevölkerung bestand.
Herausgeber dieser Pressemitteilung ist die Feuerwehr der Landeshauptstadt Wiesbaden.