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Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende zieht positive Bilanz als Sport- und Stadtplanungsdezernent

Mit Inkrafttreten der neuen Dezernatsverteilung am Dienstag, 1. September, gehen die Zuständigkeiten für den Sport auf die neu gewählte Stadträtin Daniela Georgi und für Stadtplanung auf Bürgermeisterin Christiane Hinninger über.

Für Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende ein Anlass eine Bilanz zu ziehen: „Beide Arbeitsbereiche habe ich mit Freude und Leidenschaft betreut und es schmerzt mich, die Verantwortung dafür abzugeben. Aber sowohl im Sport als auch in der Stadtplanung habe ich immer überparteiliche Mehrheiten gesucht und ich bin mir sicher, dass auch Daniela Georgi und Christiane Hinninger diese Aufgaben im besten Sinne der Stadt wahrnehmen werden. Mein herzlicher Dank gilt den hochmotivierten Mitarbeitenden von Sport- und Stadtplanungsamt für ihren Einsatz, ihre Erfahrung, ihre Kreativität und das hervorragende kollegiale Miteinander.“ 

Nach sieben Jahren als Sportdezernent blickt Oberbürgermeister Mende auf zahlreiche Investitionen, Fördermaßnahmen und sportliche Erfolge in Wiesbaden zurück. „Für mich ist eine gute Sportinfrastruktur die beste Sportförderung. Da haben wir in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der Stadtverordnetenversammlung viel erreicht.“ 

Ein Schwerpunkt lag auf dem Ausbau und der Modernisierung der Sporthallen. Neu gebaut wurden die Großsporthalle im Weidenborn – einschließlich eines Laufschlauchs für die Leichtathletik – sowie für die Hallen der Hermann-Ehlers- und der Gerhart-Hauptmann-Schule. Die Sporthalle im Schelmengraben wurde generalsaniert. Weitere Sanierungen in Biebrich und an der Hans-Jürgen-Portmann-Halle in Breckenheim sind derzeit in vollem Gange. 

Insgesamt wurden hierfür bislang mehr als 36 Millionen Euro tatsächlich ausgegeben. Darin nicht enthalten sind die Gesamtkosten der beiden Mietmodelle für die neuen Hallen, die sich auf weitere rund 40 Millionen Euro belaufen. 

Für den Umbau und die Sanierung von Sportplätzen flossen in den vergangenen Jahren mehr als sechs Millionen Euro. Im September soll mit dem Umbau des vorletzten Rotgrandplatzes in einen Kunstrasenplatz in Rambach ein weiteres Projekt fertiggestellt werden. Weitere rund vier Millionen Euro investierte die Stadt in den Bau von zwei Funktionsgebäuden in Bierstadt und an der Waldstraße. 

Zudem wurde mit der Modernisierung des Jürgen-Grabowski-Sportfelds begonnen. Fördermittel aus der sogenannten „Sportmilliarde“ für die Sanierung der Laufbahnen und Kunststoffflächen im Helmut-Schön-Sportpark wurden zugesagt. Gleichzeitig wurden im städtischen Haushalt Planungsmittel für den Bau eines Funktionsgebäudes im Sportpark eingestellt. 

Die Unterstützung der Wiesbadener Sportvereine erfolgt auf vielfältige Weise – von der ideellen Unterstützung durch Veranstaltungsbesuche, Schirmherrschaften und Ehrungen bis hin zu umfangreichen finanziellen Förderungen. In den vergangenen Jahren hat die Landeshauptstadt die Sportvereine mit mehr als zehn Millionen Euro an Zuschüssen unterstützt. Gefördert wurden dabei auch bedeutende Sportveranstaltungen wie die Wiesbaden Tennis Open, das Bundesliga-Finale im Bogensport, der Liliencup, das Pfingstturnier und der City Biathlon. Darüber hinaus stellte die Stadt rund sechs Millionen Euro für Investitionsvorhaben der Sportvereine bereit. 

„Damit ist das Bild noch lange nicht vollständig. Die persönliche Zuwendung zu den Vereinen durch Präsenz bei vielen Veranstaltungen und die städtische Sportlerehrung waren mir ein Herzensanliegen – und diese werde ich auch weiterhin pflegen“, so Mende. 

Politik für künftige Generationen steht auch im Mittelpunkt der Stadtplanung. Diese Aufgabe hatte Oberbürgermeister Mende nach dem viel zu frühen Tod des damaligen Dezernenten Hans Martin Kessler und dem Ausscheiden des ehrenamtlichen Stadtrats Marcus Gassner übernommen. „Mir war es wichtig, das Amt im Sinne von Hans Martin Kessler weiterzuführen. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Projekte und Verfahren auf den Weg gebracht, die die Entwicklung der Stadt langfristig prägen werden“, sagte Mende. 

Die Bilanz der vergangenen Jahre könne sich sehen lassen. Insgesamt wurden 13 Aufstellungsbeschlüsse und 12 Satzungsbeschlüsse gefasst. „Wenn am Donnerstag – wie erhofft – die Stadtverordnetenversammlung den Bebauungsplan ‚Südlich des Dankwardwegs‘ beschließt, wird Baurecht für weitere rund 750 neue Wohnungen geschaffen. Das war für mich immer das Kernanliegen als Stadtplanungsdezernent: Die Schaffung von Wohnraum und die Gewinnung neuer Flächen für die Gewerbeentwicklung“, sagte Mende. Unter diesen Vorzeichen sei auch der Vorentwurf des Flächennutzungsplans (FNP) nach einem intensiven und konstruktiven Beteiligungsprozess der Ortsbeiräte entwickelt worden. Auch die gesamtstädtische Stellungnahme zum Regionalplan sei von diesen Maßgaben geprägt. „Dazu kam immer eine intensive Befassung mit allen Umweltfolgen und Klimaaspekten – denn nur in der sorgsamen Abwägung aller Aspekte gelingt eine Stadtplanung, die allen Zukunftsfragen gerecht wird.“ 

Beispielhaft für diese Grundhaltung, nämlich gemäß der Neuen Leipzig-Charta die Stadtentwicklung an den Kriterien „grüner, gerechter, produktiver und gemeinwohlorientiert“ auszurichten, seien auch die so genannten Experimentierräume. Auch neue Konzeptverfahren wurden gestartet – bei denen gerade die Gemeinwohlorientierung im Fokus steht – etwas die Neue Mitte Breckenheim und das Hofgut Klarenthal. „Es war ein politisches Ringen darum, ausgewählte städtische Grundstücke nach dem bestmöglichen Konzept sowie festgelegter Qualitätskriterien zu vergeben. Ich bin froh, dass diese Entscheidung heute einen breiten politischen Rückhalt hat.“ 

Mit dem Beschluss des Rhein-Main-Ufer-Konzepts und der Umsetzung der ersten Maßnahmen sei der Grundstein zur weiteren Attraktivierung der Uferbereiche Wiesbadens gelegt worden. 

Ein besonderes Augenmerk lag außerdem auf der weiteren Umsetzung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Ostfeld (SEM). Es handelt sich um das größte Entwicklungsprojekt der Stadt, mit dem der neue zentrale Behördenstandort für das Bundeskriminalamt (BKA Campus „All in One“) in Wiesbaden realisiert werden wird. Ebenfalls wird über die SEM Ostfeld im südlichen Bereich des Entwicklungsgebietes ein neuer Stadtbaustein geschaffen, in dem bezahlbarer Wohnraum für ca. 10.000 Menschen entstehen kann. „Beim Ostfeld werde ich mich auch weiterhin in der Pflicht sehen, mit Nachdruck zum Gelingen beizutragen.“ 

„Die vergangenen Jahre waren geprägt von intensiver Arbeit, vielen Gesprächen und anspruchsvollen Abwägungen. Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit mit den vielen Akteurinnen und Akteuren, die diese Prozesse begleitet und mitgestaltet haben. Auch wenn sich die Zuständigkeit nun verändern, bleibe ich den Themen und den Kolleginnen und Kollegen, die sich für unsere Stadt einsetzen, verbunden“, sagte Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende. „Vieles ist angestoßen, manches bereits beschlossen – entscheidend ist nun, dass diese Vorhaben konsequent weitergeführt werden. Ich bin mir sicher, dass Daniela Georgi und Christiane Hinninger diese gute Zusammenarbeit fortführen werden und wünsche dafür viel Erfolg.“


Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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