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Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden

Landeshauptstadt Wiesbaden zweitsicherste Großstadt Hessens

Wiesbaden bleibt eine der sichersten Großstädte Hessens. Dies bestätigt die polizeiliche Kriminalstatistik. Zwar sind die registrierten Straftaten im Stadtgebiet 2025 leicht gestiegen, jedoch konnte die Polizei mehr Taten aufklären und erfolgreiche Ermittlungen abschließen. Zugleich bereitet die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte Sorge.

Stadtrat Andreas Kowol erklärt: „Dass Wiesbaden heute zu den sichersten Großstädten Hessens gehört, ist eine gute Nachricht für unsere Bürgerinnen und Bürger. Die aktuelle Kriminalstatistik zeigt, dass unsere gemeinsame Linie aus Präsenz, Prävention und klaren Regeln wirkt. Und daran wollen wir konsequent festhalten.“ 

Positiv hervorzuheben ist der Rückgang der Straßenkriminalität in Wiesbaden, gleichzeitig ist die Aufklärungsquote in diesem Bereich deutlich gestiegen. Auch die Zahl der mit Messern begangenen Angriffe ist im Stadtgebiet gesunken: 2024 wurden 80 Fälle registriert, 2025 waren es 68. 

Dazu erklärt Alexander Jaza, Direktionsleitung Wiesbaden: „Der Rückgang der Straßenkriminalität und der Messerangriffe ist kein Zufall. Er ist das Ergebnis konsequenter Präsenz, gezielter Kontrollen und einer klaren Strategie. Mit dem Programm ‚Sichere Innenstadt‘ und der Waffenverbotszone der Stadt Wiesbaden setzen wir dort an, wo Risiken entstehen – bevor aus potenzieller Gefahr Gewalt entsteht.“ 

Mit großer Sorge betrachten Stadt und Polizei allerdings die zunehmende Gewalt gegen Einsatzkräfte. Im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen wurden 2025 insgesamt 179 Widerstände und 173 tätliche Angriffe registriert – in Summe 352 Straftaten. Die Zahl der betroffenen Einsatzkräfte ist nochmals deutlich gestiegen: Insgesamt wurden 655 Personen Opfer solcher Angriffe, 79 mehr als im Vorjahr. Davon entfielen 630 Opfer auf die Polizei, 19 auf Rettungsdienst und Feuerwehr sowie sechs auf gleichgestellte Berufsgruppen. 

Diesen Trend bestätigt auch die Wiesbadener Stadtpolizei in ihrem Alltag: In einer Jahresbilanz für das Jahr 2025 hat die Leitstelle 18 Fälle erfasst, in denen Beamtinnen und Beamte der Stadtpolizei bedroht oder beleidigt wurden oder in denen es zu konkreten Übergriffen kam. Aufgeführt sind hier nur die besonders extremen Fälle. Dabei berichten die Kolleginnen und Kollegen über einen deutlich raueren Umgangston sowohl am Telefon als auch im Außendienst. Nicht alle Vorfälle werden daher zur Anzeige gebracht. Oft ist dabei die Deeskalation ein wichtiges Mittel. 

„Der Respekt vor Einsatzkräften sinkt – die Bereitschaft zur Eskalation steigt“, sagt Winnrich Tischel, Leiter des Amtes für Straßenverkehr und Stadtpolizei. „Für die Stadtpolizei steht im Vordergrund, Probleme zu lösen und häufig auch die Arbeit zu erklären.“ 

Um dem entgegenzuwirken, setzt die Polizei neben konsequenter Strafverfolgung gezielt auf Deeskalation, Dialog und Prävention. Auch Schulbesuche und Formate wie „Cops im Dialog“, bei denen Polizistinnen und Polizisten mit Schülerinnen und Schülern über den Alltag im Dienst und die Folgen von Gewalt sprechen, sind Teil des Konzepts. 

Stadt und Polizei wollen die erfolgreiche Sicherheitsarbeit in Wiesbaden weiterentwickeln und zugleich die problematischen Entwicklungen klar benennen. Dazu zählen der konsequente Ausbau der Präventionsarbeit, die Fortführung der Innenstadtoffensive sowie der enge Schulterschluss mit Feuerwehr, Rettungsdiensten und Justiz. 

„Die Kriminalstatistik zeigt: Wiesbaden ist sicher – und wir arbeiten jeden Tag daran, dass das so bleibt“, so Kowol. „Dazu gehört, neue Herausforderungen ernst zu nehmen und unsere Einsatzkräfte zu stärken. Sicherheit in unserer Stadt ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“


Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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