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Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden

„Unsere Stadt bewegt“: Untersuchung der Spiel- und Aktionsflächen vorgestellt

Das Grünflächenamt hat das Projekt „Unsere Stadt bewegt – Spiel- und Aktionsflächen für morgen“ abgeschlossen. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden auf Vorlage von Bürgermeisterin Christiane Hinninger durch den Magistrat beschlossen.

Erstmals wurde eine umfassende Bestandsaufnahme und Bewertung aller 171 öffentlichen Spiel- und Aktionsflächen durchgeführt, die sich in der Verwaltung des Grünflächenamtes befinden. Untersucht wurden die Spiel- und Aktionsflächen in allen 26 Stadtteilen – einschließlich ihres räumlichen Umfelds. Die Auswertung betrachtet sowohl die quantitative Versorgung als auch die Qualität der Angebote. Dabei zeigt sich, dass der Versorgungsgrad im Stadtgebiet sehr unterschiedlich ausgeprägt ist und insbesondere in dicht bebauten Quartieren erhebliche Entwicklungsbedarfe bestehen.

„Spiel- und Aktionsflächen sind wichtige Orte für Bewegung, Begegnung und das soziale Miteinander“, betont Bürgermeisterin und Grünflächendezernentin Christiane Hinninger. „Mit dem Bericht schaffen wir Transparenz über den Status quo und erhalten eine fundierte Grundlage, für die gezielte und nachvollziehbare Weiterentwicklung dieser Flächen. Dazu gehören unter anderem zusätzliche Spielpunkte in innerstädtischen Quartieren, die qualitative Aufwertung bestehender Anlagen sowie inklusive und generationenübergreifende Angebote. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der klimaangepassten Gestaltung – etwa durch Entsiegelung, zusätzliche Baumpflanzungen und Maßnahmen zur Regenwasserversickerung im Sinne der Schwammstadt.“ 

„Es ist eine der wichtigsten Aufgaben des Grünflächenamtes, vor allem für die Kinder und Jugendlichen in Wiesbaden genügend, im Angebot überzeugende, klimaangepasste und ökologisch hochwertige Spiel- und Aktionsflächen zu erhalten und neue zu schaffen, wo der Bedarf am größten ist. Die vorgelegte Untersuchung gilt dem Grünflächenamt als wichtiges Planungsinstrument und gibt den Orientierungsrahmen für die Priorisierung, Unterhaltung und schrittweise Weiterentwicklung der Spiel- und Aktionsflächen im gesamten Stadtgebiet“, ergänzt Grünflächenamtsleiterin Gabriele Wolter. 

In Wiesbaden leben aktuell circa 300.000 Einwohnerinnen und Einwohner, darunter rund 42.000 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren. Die vorhandenen städtischen Spiel- und Aktionsflächen umfassen insgesamt 524.960 Quadratmeter. Die Bewertung der Flächen erfolgte nach einem einheitlichen und nachvollziehbaren System, dass durch das beauftragte Planungsbüro Lichtenstein Landschaftsarchitekten (Hamburg) auch in anderen bundesdeutschen Städten angewandt wurde. Alle 171 Spiel- und Aktionsflächen wurden anhand einer standardisierten Bewertungsmatrix erfasst und nach dem Schulnotensystem von 1 bis 6 beurteilt. In der Gesamtbetrachtung aller Spiel- und Aktionsflächen Wiesbadens ergibt sich ein Notendurchschnitt von 2,66. Dieser Wert entspricht durchaus einem guten Gesamtergebnis und zeigt, dass Wiesbaden insgesamt solide aufgestellt ist, zugleich aber gezielte Weiterentwicklungen in Stadtquartieren erforderlich bleiben.

Die Analyse macht deutlich, dass zahlreiche gelungene Neugestaltungen, ökologisch wertvolle Anlagen und eine weitestgehend gute Versorgung in mehreren Stadtteilen das Gesamtbild prägen. 

Gleichzeitig werden Defizite klar benannt. Dazu zählen teilweise erhebliche Unterversorgungen in dicht bebauten Quartieren, Verbesserungsbedarfe bei Inklusion und Barrierearmut, fehlende Rückzugsorte sowie Herausforderungen im Bereich Klimaanpassung und Beschattung.

Diese vorliegende Gesamtbetrachtung, die sowohl Stärken wie auch Schwächen aufzeigt, dient als strategische Grundlage für zukünftige Planungen und Abwägungsprozesse im Bereich eine klimaangepassten Freiraumentwicklung und ist Grundlage für ämterübergreifende Projekte im Rahmen von Stadtentwicklung und Freiraumgestaltung.

Der Bericht dient als Grundlage für die schrittweise Priorisierung, Unterhaltung und Weiterentwicklung der Spiel- und Aktionsflächen im gesamten Stadtgebiet.

Die Umsetzung einzelner Maßnahmen bedarf einer konkreten Planung und wird weiterhin schrittweise und unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger sowie der jeweiligen Nutzergruppen erfolgen.


Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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