Trauer um Joachim Kreck
Der Wiesbadener Filmproduzent und Initiator der „Filme im Schloss“-Veranstaltungen und des Trickfilm-Festivals, Joachim Kreck, ist im Alter von 91 Jahren gestorben.
Joachim Kreck gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Filmkultur. Nun ist er mit 91 Jahren gestorben wie seine Familie bekanntgab. „In Wiesbaden haben wir Joachim Kreck viel zu verdanken“, sagt Kulturdezernentin Dr. Patricia Becher, „er war eine Institution in unserer Stadt. Sein Tod trifft uns sehr.“
Joachim Kreck ist in Wiesbaden vor allem als Initiator der 1984 gegründeten Filmreihe „Filme im Schloss“ bekannt, die er gemeinsam mit seiner Frau Detelina Grigorova-Kreck organisierte. 2010 wurde die traditionsreiche Reihe, die im Biebricher Schloss stattfand, mit dem Kulturpreis der Landeshauptstadt Wiesbaden ausgezeichnet. Es folgten weitere, insgesamt sechs Auszeichnungen mit dem Hessischen Kinokulturpreis. 1999 gründete Kreck das Internationale Trickfilmfestival, das bis heute eine feste Größe in Wiesbaden und darüber hinaus ist.
Über mehr als 60 Jahre erstreckt sich Krecks filmisches Schaffen, er war Regisseur und Filmproduzent, Festivalleiter und Publizist. Von 1960 bis 1964 leitete Kreck die Abteilung „Information und Dokumentation“ am Deutschen Institut für Filmkunde. Danach machte er sich selbstständig und widmete sich mit großer Leidenschaft der Produktion und Vermittlung von Filmkunst. Zahlreiche Preise erhielt er für seine Filme, darunter 1984 den Deutschen Kurzfilmpreis für „Eine Kohlenmine in Südwales“, 1998 folgte derselbe Preis für „Ziganska musica“.
Die Filme von Joachim Kreck waren auf unzähligen Filmfestivals zu sehen, darunter Berlin, San Sebastián, Chicago, London, Melbourne, Annecy und Oberhausen. Aus seiner Zusammenarbeit mit dem Wiesbadener Musiker und Zeichner Volker Kriegel. entstand 1980 der ausgezeichnete Kurzfilm „Der Falschspieler“. In seinem filmischen Schaffen schlägt sich auch seine Liebe zum Fußball nieder. Kreck war seit über 50 Jahren Mitglied bei Eintracht Frankfurt. Seine Kurzfilme „No 1“, ein Porträt des Frankfurter Torwarts Dr. Peter Kunter und „Einsatz aus besonderem Anlaß“, über die Polizeiarbeit im Waldstadion, und „Der Mann an der Seitenlinie“ waren auch schon im Caligari zu sehen. 1993 entstand die filmische Hommage an den legendären Mundharmonikaspieler Larry Adler „Larry“ und drei Jahre später „Die Hochzeitsmusiker“, ein preisgekrönter Musik- und Tanzfilm mit einem mitreißenden Mix aus Romaliedern, Balkan-Folk, Jazz und Rock ’n’ Roll aus Nordbulgarien.
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Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.
