Hyposto Energy
Hyposto Energy GmbH entwickelt zukunftssichere Stromspeicher auf Basis patentierter LTO-Technologie. Die Lösungen sind brandsicher, fünfmal langlebiger und reduzieren CO₂ um bis zu 80 %. Ausgezeichnet mit dem 1. Platz bei Science4Life.
Unternehmen: Hyposto Energy GmbH
Gründer: Christos Vellios, Georges Konsul, Joachim Sauerborn, Laurent Guyard
Gründungsdatum: 23. Oktober 2023
Branche und Unternehmen: Energie
Was treibt Euch an? Was ist Euer Leitspruch?
Geht nicht gibt’s nicht. Wir reden nicht über Möglichkeiten, wir setzen sie um.
Worum geht es bei Eurer Gründung und was ist das Besondere daran?
Hyposto Energy unterstützt Unternehmen und Privatleute dabei, Energie sinnvoller zu speichern und Kosten dauerhaft zu senken.
Wir analysieren bestehende Strukturen, decken Einsparpotenziale auf und begleiten die Umsetzung praxisnah. Das Besondere ist unsere Verbindung aus technischer Expertise und langjähriger Projekterfahrung in Industrie und Energie, wir denken nicht nur in Konzepten, sondern in umsetzbaren Lösungen, die messbare Ergebnisse liefern.
Unsere Speichertechnologie bietet eine fünfmal längere Lebensdauer und Energiekapazität als herkömmliche Lösungen. Sie besitzt keine Brand- oder Explosionsgefahr und funktioniert ohne Thermomanagement, wodurch der Betrieb den CO₂-Ausstoß um bis zu 80 % reduziert. Zudem ist sie bis zu 100 Prozent recyclebar und reparabel, was Nachhaltigkeit und Langlebigkeit gewährleistet.
Was sind Eure ersten Erfolge?
Ein wichtiger Meilenstein war der 1. Platz bei Science4Life in der Ideenphase sowie der 3. Platz bei den InnoSpace Masters im Umfeld der ESA. Diese Auszeichnungen haben bestätigt, dass unser Ansatz technologisch wie strategisch überzeugt.
Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere Speicherlösungen nicht nur für Industrie Photovoltaik-Anwendungen relevant sind, sondern auch im Kontext von Luft- und Raumfahrt sowie im Katastrophenschutz gedacht werden.
Die Verbindung aus Energieversorgung, Resilienz und Raumfahrttechnologie hat uns gezeigt, welches Potenzial in unserer Idee steckt. Diese Anerkennung durch Experten und Institutionen hat uns enorm motiviert und bestärkt, konsequent weiterzugehen.
Wie ist Euer beruflicher Werdegang?
Joachim war bereits in der Radio- und Fernsehtechnik selbstständig tätig, Christos ebenfalls unternehmerisch im Automotive-Umfeld. Später trafen sich Joachim, Christos und Georges bei einem großen Ingenieurdienstleister, wo wir auch zusammenarbeiteten und Lösungen für große OEM´s entwickelt haben. Dort entstand die gemeinsame Vision einer neuen Energiespeicherlösung. Aus dieser Idee heraus entwickelten wir uns als klassisches Spin-out in die Selbstständigkeit.
Was war für Euch der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Der Auslöser war die Suche nach einem Thema für Christos’ Bachelorarbeit. Er beschäftigte sich mit einer alternativen Zelltechnologie und vertiefte das Thema später in seiner Masterarbeit. So entstand unser Fokus auf LTO, Lithium-Titanat-Oxid-Kondensatoren.
Aus der wissenschaftlichen Arbeit wurden inzwischen zwei internationale Patente. Sie ermöglichen es, diese Zelltechnologie mit einem intelligenten Batteriemanagementsystem zuverlässig zu balancieren. Ein durchdachtes technisches Design ergänzt das Konzept. Uns war klar: Diese Innovation braucht ein starkes Team und ein eigenes Unternehmen. So entstand Hyposto Energy.
Wer hat Euch beraten, wer sind Eure Helfer und Mentoren?
Eine zentrale Rolle spielte von Anfang an Georges Vater Can und Onkel Cibrail, damals Betreiber des Ingenieurbüros, in dem wir tätig waren. Sie haben uns nicht nur fachlich geprägt, sondern uns auch den unternehmerischen Freiraum gegeben, unsere Idee weiterzudenken. Heute sind beide im Ruhestand, begleiten uns aber weiterhin als wichtige Mentoren mit Erfahrung, Weitblick und ehrlichem Feedback.
Während unserer Teilnahme an Science4Life wurden wir intensiv begleitet. Besonders prägend war die Unterstützung durch unseren Mentor Lauret Guyard, der uns strategisch im Bereich Finanzierung, Investorenansprache und Wettbewerbe beraten hat. Aus dieser Zusammenarbeit ist eine langfristige Partnerschaft entstanden. Er unterstützt uns heute als Finance-Mentor und Geschäftspartner, sowohl strategisch als auch im Aufbau eines tragfähigen Finanzierungsmodells.
Natürlich ist auch unsere Familie ein wichtiger Rückhalt. Zusammen mit Freunden unterstützt sie uns in technischen wie organisatorischen Bereichen oft Tage und Nächte lang, sei es bei Konstruktionsmodellen, Vertrieb, Messen oder Montage. Diese enge Unterstützung macht Hyposto Energy erst möglich.
Wie habt Ihr die ersten Tage als Gründer erlebt?
In den ersten Tagen als Gründer spürten wir die volle Dynamik der Energiebranche: ständig wandelnde politische und rechtliche Rahmenbedingungen. Es war klar, dass wir immer auf dem neuesten Stand bleiben müssen, um keine Fehler zu machen. Gleichzeitig brauchte es Mut, Geschäftsmodelle kritisch zu hinterfragen und manchmal eine komplette 360°-Wendung zu wagen.
Was war Eure größte Herausforderung und wie habt Ihr diese gemeistert?
Unsere größte Herausforderung liegt aktuell darin, unser marktreifes Heimspeicher-Produkt (9,1 kWh) auf die Skalierung für Großspeicher zu übertragen. Dabei kämpfen wir mit technischen Anforderungen, Designfragen und neuen Ideen. Gleichzeitig suchen wir aktiv nach Mitwirkenden, Investoren und Partnern, um den nächsten Schritt erfolgreich umzusetzen.
Wie macht Ihr auf Euer Unternehmen aufmerksam? Was ist Eure beste Vermarktungsidee?
Wir machen auf Hyposto Energy aufmerksam über Berichte und Updates auf LinkedIn, bauen nach und nach Content für Instagram & Co. auf und nutzen externe Vertriebspartner zur Reichweitensteigerung. Des Weiteren gehen wir auf Energiemessen wie die EES in München oder VoltaX in Stuttgart. Besonders wertvoll sind zudem Formate wie das Gründungsportrait, die unsere Geschichte sichtbar machen und Vertrauen schaffen.
Wie habt Ihr die Finanzierung Eurer Gründung umgesetzt?
Wir haben die Gründung mit Eigenmitteln gestartet und den Rest über Förderungen sowie laufende Projekte finanziert, um die Umsetzung unserer Ideen nachhaltig zu sichern.
Welchen Traum möchtet Ihr noch verwirklichen?
Unser Traum ist es, den Standort Hessen zu stärken und gemeinsam mit deutschen Partnern globale Märkte mit modernsten Energieprodukten zu erschließen.
Bitte ergänzt folgenden Satz: Wenn wir mehr Zeit hätten, würden wir ...
... wahrscheinlich viel mehr (Frei-)Zeit mit unseren Familien und Freunden verbringen.
Was ist Euer besonderer Tipp: Was würdet Ihr Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Vor der Gründung unbedingt Fördermöglichkeiten prüfen. Dann: Mutig starten, ins Tun kommen, sich ständig anpassen und weiterentwickeln, es gibt immer Wege vorwärts.
Weitere Informationen
Referat für Wirtschaft und Beschäftigung
Anschrift
65183 Wiesbaden
Postanschrift
65029 Wiesbaden
Anreise
Hinweise zum ÖPNV
ÖPNV: Haltestelle Dern'sches Gelände, Luisenplatz und Wilhelmstraße; Buslinien 1, 2, 4, 5, 8, 14 15, 16, 17, 18, 20, 21, 22, 23, 24, 27, 30, 36, 45, 46, 47, 48, 262.
Telefon
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