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Gründungsportrait

sharries UG

Die sharries UG entwickelt wishare – die App, mit der Du Dinge kostenlos in Deiner Nähe weitergibst oder findest. Du stellst „shares“ in wenigen Klicks ein oder entdeckst „wishes“ auf der Karte. Und für jedes gute Teilen sammelst Du sharries – unsere kryptobasierten Karmapunkte.

Mann in weißem Hemd schaut in Kamera
sharries UG

Unternehmen: sharries UG (haftungsbeschränkt)
Gründerinnen und Gründer: Joerg Lichtenberg, Sabrina Lichtenberg, Asgard Federspiel, Christoph Federspiel, Lars Reichelt, Ralph Küpper Gründungsdatum: 24. Februar 2025
Branche und Unternehmen: Digitales Social-Tech-Startup (App/Sharing Economy/Kreislaufwirtschaft)

Interviewpartner: Joerg Lichtenberg                              

Was treibt Euch an? Was ist Euer Leitspruch?
Nachhaltigkeit beginnt im Alltag: Aus Überfluss wird Freude – teilen statt wegwerfen.

Worum geht es bei Eurer Gründung und was ist das Besondere daran?
wishare ist eine App, über die Menschen Dinge in ihrer Nähe kostenlos verschenken und finden – unkompliziert, fair und ohne Feilschen.
Unser Leitgedanke: Gegenstände verlieren ihren Wert nicht, nur weil sie für eine Person nicht mehr relevant sind. Durch das Weitergeben entstehen neue Nutzung, Freude und konkrete Unterstützung – und sharries als Karmapunkte belohnen diesen Impact.

Was sind Eure ersten Erfolge?
Unser schönster Erfolg: Schon im Testmarkt nutzen viele Menschen die App aktiv – und es wurden bereits zahlreiche Dinge vermittelt. Das Feedback aus der Community ist direkt und sehr positiv – und genau das gibt uns Rückenwind: wishare wird im Alltag wirklich genutzt.

Wie ist Dein beruflicher Werdegang?
Ich selbst arbeite seit über 20 Jahren im Marketing und war mehrfach an Startup-Gründungen beteiligt. Im Team ergänzen wir uns mit starker Finance- und Operations-Expertise, viel Erfahrung in Brand/ Kommunikation und Community-Aufbau sowie einem klaren Sales- und Partnerschaftsfokus. Technisch bringen wir langjährige Erfahrung in App- und Plattform-Entwicklung mit -von Frontend über Backend bis KI/ Automatisierung. 

Was war für Dich der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich bin mit Unternehmergeist aufgewachsen: Mein Vater war Unternehmer und hat mich gestärkt, wenn es schwer war. Die zündende Idee kam von meiner Frau Sabrina – aus ihren Erfahrungen in Free-Your-Stuff-Gruppen, wo Teilen oft kompliziert und unschön wird.
Ich kenne Rückschläge bis hin zur Insolvenz. Das tut weh, lehrt aber Demut: Mut heißt, aufzustehen und weiterzumachen. Als ich sah, wie viele gute Dinge im Müll landen, war klar: Daraus muss mit wishare etwas Sinnvolles entstehen.

Wer sind Deine Helfer und Mentoren?
Mein wichtigster Mentor war mein Vater – Fels in der Brandung, nie besserwissend; leider hat er wishare nicht mehr erlebt. Die Anschubfinanzierung kam von einem Freund. Dazu kam Support von IHK Wiesbaden, Heimathafen-Netzwerk und Lions Club Wiesbaden: Rat, Türenöffnen, ehrliches Feedback.

Wie hast Du die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Diese Mischung aus Gänsehaut und Respekt: Plötzlich wird aus einer Idee eine echte Plattform – mit echten Menschen und echten Übergaben. Die ersten Matches waren für mich ein besonderer Moment: Da entsteht Verbindung. Und gleichzeitig: volle To-do-Liste. Also: fokussieren, priorisieren, loslegen.

Was war Eure größte Herausforderung und wie habt Ihr diese gemeistert?
Zeit ist die größte Hürde – vor allem, wenn alle im Team parallel arbeiten und Familie haben.

Wir meistern das mit klaren Prioritäten, festen Zeitslots, kurzen Sprints und einem einfachen Prinzip: jede Woche sichtbar vorankommen. Lieber konsequent kleine Schritte als selten große.

Wie macht Ihr auf Euer Unternehmen aufmerksam? Was ist Eure beste Vermarktungsidee?
Wir leben von Community-Energie: Empfehlungen sind unser stärkster Motor. Dazu Social Media (Reels/Stories), gezielte Ads und lokale Präsenz mit Flyern/Plakaten bei Partnern. Am meisten bewegt es, wenn Menschen spüren: Teilen schenkt Gemeinschaft und schützt Ressourcen.

Wie habt Ihr die Finanzierung Eurer Gründung umgesetzt?
Wir sind bewusst lean gestartet: Pre-Seed aus dem privaten Umfeld plus eigene Mittel. Damit haben wir MVP und Pilot ermöglicht – ohne großen Apparat, mit klarem Fokus und strenger Kostenkontrolle.

Welchen Traum möchtest Du noch verwirklichen?
Ich wünsche mir, dass wishare in ganz Deutschland genutzt wird – und wir in ein paar Jahren sagen können: Wir haben messbar geholfen, Müll zu reduzieren und Menschen zu verbinden. Eine echte Community schaffen, die Freude schenkt und Nachhaltigkeit lebt.

Bitte ergänze folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätten, würden wir ...
noch mehr Menschen für wishare begeistern – und ich würde mein Kinderbuch fertig schreiben.

Was ist Dein besonderer Tipp: Was würdest Du Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Warte nicht auf den perfekten Moment: Starte, teste, hör zu. Perfektion kommt später – wichtig ist Mut, Lernen und Dranbleiben.

Referat für Wirtschaft und Beschäftigung

Anschrift

Kirchgasse 47
65183 Wiesbaden

Postanschrift

Postfach 3920
65029 Wiesbaden

Hinweise zum ÖPNV

ÖPNV: Haltestelle Dern'sches Gelände, Luisenplatz und Wilhelmstraße; Buslinien 1, 2, 4, 5, 8, 14 15, 16, 17, 18, 20, 21, 22, 23, 24, 27, 30, 36, 45, 46, 47, 48, 262.

Öffnungszeiten

Das Referat ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr unter der im Kontaktfeld genannten Nummer telefonisch erreichbar. Empfohlen wird eine vorherige Terminabsprache.

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