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GLS Bank und Landeshauptstadt Wiesbaden vereinbaren Entwicklung des Wohnquartiers „CarlO“

Wo früher gemeinsam gelernt wurde, wird künftig gemeinsam gewohnt: Auf dem Gelände der ehemaligen Carl-von-Ossietzky-Schule in Klarenthal sollen genossenschaftliche Wohnungen entstehen.

Auf der Immobilienmesse Expo Real vereinbarten die Landeshauptstadt und die GLS ImmoWert, an der Stelle der ehemaligen Schule das Wohnquartier „CarlO“ zu entwickeln. Beide Seiten unterzeichneten dazu eine entsprechende Erklärung. Die GLS ImmoWert ist eine hundertprozentige Tochter der GLS Bank.

Geplant sind rund 270 Neubauwohnungen, deren Kostenstruktur langfristig tragfähig gestaltet werden soll. Hinzu kommen Räume für Kultur, Soziales und Nachbarschaft. Über ihre Mitgliedschaft in einer Genossenschaft erhalten künftige Bewohnerinnen und Bewohner ein dauerhaftes Wohnrecht. Gleichzeitig tragen sie mit ihren Geschäftsanteilen dazu bei, das Projekt solidarisch zu finanzieren.

Bürgermeisterin und Stadtentwicklungsdezernentin Christiane Hinninger sagt: „Das Quartier ‚CarlO‘ soll zum Modellprojekt für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung werden. Wir wollen hier bezahlbaren Wohnraum schaffen und neue Maßstäbe für ressourcenschonendes und klimagerechtes Bauen setzen. Damit schaffen wir eine langfristige Wirkung für die Stadtgesellschaft, für den Stadtteil Klarenthal und eine nachhaltige Entwicklung der Landeshauptstadt insgesamt.“

Anton Welke, Experte für genossenschaftliche Wohnprojekte bei der GLS ImmoWert, ergänzt: „Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Wiesbaden wollen wir Wohnraum entwickeln, der genossenschaftlich organisiert ist, und ein soziales Fundament für ein starkes Miteinander legen. Die genossenschaftliche Struktur bildet dabei den Rahmen für ein Quartier, das von den Menschen vor Ort aktiv mitgestaltet und langfristig getragen wird.“

Das Areal vom Quartier „CarlO“ ist eines der Wiesbadener „Experimentierräume nachhaltiger Stadtentwicklung”. In den fünf ausgewählten Quartiers- und Entwicklungsprojekten erprobt die Landeshauptstadt praktisch und und im Sinne einer agilen Verwaltung, wie eine gerechte, nachhaltige und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung funktioniert. Beim Quartier „CarlO“ soll die Bausubstanz der früheren Schule so weit wie möglich genutzt und weiterentwickelt werden. 

Im Anschluss an die unterzeichnete Absichtserklärung werden die Projektziele und die künftige Genossenschaft nun weiter konkretisiert. Es steht auch noch die Entscheidung an, ob das Grundstück unmittelbar an den genossenschaftlichen Projektträger veräußert oder im Rahmen eines Erbbaurechts zur langfristigen Nutzung überlassen wird. Nach weiteren Planungs- und Genehmigungsschritten ist der Baubeginn derzeit für das zweite Quartal 2029 vorgesehen.

Die GLS ImmoWert begleitet gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte von der Idee bis zur baulichen Umsetzung. Sie unterstützt bei der Gründung einer Genossenschaft und der Ausgestaltung der Gemeinschaft, bei Finanzplanung und Fördermitteln sowie bei der Steuerung des Planungs- und Bauprozesses. 

Mehr Informationen zum Projekt: www.wiesbaden.de/leben-wohnen/wohnen-bauen/staedtebauliche-projekte/carlo (Öffnet in einem neuen Tab)


Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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