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Protección del clima y adaptación climática

Gasheizung

Gasheizungen sind mit über 28.000 Stück die am häufigsten eingebaute Heizungsart in Wiesbaden. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz erlaubt explizit, dass auch künftig neue Gasheizungen eingebaut werden. Dabei sind jedoch verschiedene Risiken zu beachten, die zu stark steigenden Preisen führen können.

Regelungen für neue Öl- und Gasheizungen

Für neu eingebaute Öl- und Gasheizungen muss ein zunehmender Teil der Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Diese sogenannte Biotreppe sieht dabei folgende Stufen vor:

1.1.2029: 10 Prozent
1.1.2030: 15 Prozent
1.1.2035: 30 Prozent
1.1.2040: 60 Prozent
1.1.2045: 100 Prozent

Diese Anforderung kann dadurch erfüllt werden, dass ein entsprechender Anteil des Brennstoffs durch Bioöl bzw. Biogas, Wasserstoff oder einen synthetischen Brennstoff ersetzt wird. Alternativ kann hier auch ein hybrides System mit Solarthermie oder kleiner Wärmepumpe genutzt werden.

Für bestehende Gas- und Ölheizungen sollen deutlich niedrigere Grüngas- und Grünölquoten eingeführt werden.

Mehr Informationen zu erneuerbaren Gasen finden Sie hier. 

Kostenrisiko Gasheizung

Wie sich die Kosten für eine Gasheizung künftig genau entwickeln werden ist schwer abzuschätzen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sie deutlich steigen werden. Hierfür gibt es verschiedene Gründe:

  • Hoher Importanteil: 
    Deutschland importiert fast 95 Prozent des verbrauchten Erdgases. Daher können die Kosten in Folge internationaler Krisen stark schwanken. Es ist daher auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll, den Bedarf an Erdgas zu senken.
  • Steigende CO₂ Kosten:
    Der Preis für den Ausstoß von CO₂ wird künftig voraussichtlich steigen. Ab 2028 soll sich der Preis stärker nach Angebot und Nachfrage richten. Da die erlaubte Menge an CO₂ Emissionen schrittweise sinkt, ist mit höheren Kosten zu rechnen.
  • Teure klimaneutrale Gase:
    Biogas und synthetisches Methan werden voraussichtlich nur begrenzt verfügbar und deutlich teurer als Erdgas sein. Wenn Gasheizungen künftig einen höheren Anteil solcher Gase nutzen müssen, steigen dadurch die Heizkosten.
  • Höhere Kosten für das Gasnetz:
    Wenn immer weniger Haushalte Gas nutzen, müssen die Kosten für Betrieb und Erhalt des Gasnetzes auf weniger Kundinnen und Kunden verteilt werden. Dadurch können die Netzentgelte steigen.

Risiko der Stilllegung des Gasnetzes

Werden immer weniger Haushalte mit Erdgas versorgt, ist ein wirtschaftlicher Betrieb des Gasnetzes irgendwann nicht mehr möglich. Der Netzbetreiber kann daher beschließen, das Gasnetz oder Teile des Gasnetzes stillzulegen und die verbleibenden Lieferverträge zu kündigen.

Aktuell ist für Wiesbaden noch keine Stilllegung des Gasnetzes geplant und die Abschaltung eines Gasanschlusses muss zehn Jahre vorher angekündigt werden. Es besteht daher kein Risiko, dass der eigene Gasanschluss kurzfristigen stillgelegt wird. Es besteht aber auch keine Garantie, dass die jetzt neu gekaufte Gasheizung 30 Jahre lang betrieben werden kann.

Gasheizungen: Übergangslösung statt Zukunftsmodell

Langfristig ist die Gasheizung keine Lösung für die breite Wärmeversorgung. Die Nutzung von fossilem Erdgas ist nicht mit den Klimazielen vereinbar. Erneuerbare Gase sind nur begrenzt verfügbar und werden auch in anderen Bereichen, etwa der Industrie, benötigt. Zusammen mit steigenden CO₂-Kosten und Netzentgelten ist deshalb ab Mitte der 2030er Jahre mit deutlich steigenden Gaspreisen zu rechnen.

In bestimmten Fällen kann eine Gasheizung dennoch sinnvoll sein. Das gilt insbesondere für Gebäude in Gebieten, die künftig an ein Wärmenetz angeschlossen werden sollen. Wenn eine bestehende Heizung defekt ist, kann eine vergleichsweise günstige Gasheizung eine Übergangslösung sein.

Zudem gibt es Gebäude, die weder mit einer Wärmepumpe beheizt werden können, noch für den Anschluss an ein Wärmenetz vorgesehen sind. Hier kann die Versorgung mit Erdgas langfristig die günstigste Option darstellen. Das Risiko, steigender Kosten und einer möglichen Abschaltung des Gasnetzes bestehen jedoch auch hier.

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