Deutsches FernsehKrimi-Festival
Das Deutsche FernsehKrimi-Festival präsentiert seit 2005 die herausragendsten Krimi-Produktionen des Jahres aus dem deutschsprachigen Raum. Es entstand aus der Idee heraus, dem Fernsehkrimi eine Plattform zu geben, die seiner anhaltenden Zugkraft, unerschöpflichen Bandbreite und seinem Gesellschaftsbezug gerecht wird.
Das 22. Deutsche FernsehKrimi-Festival findet in diesem Jahr nicht wie gewohnt im März statt, sondern aufgrund der im April abgeschlossenen Sanierungsarbeiten des Caligari von Sonntag bis Sonntag, 3. bis 10. Mai.
Die Nominierungen für das 22. Deutsche FernsehKrimi-Festival stehen fest: 13 Produktionen werden im Rahmen der Festivalwoche in Anwesenheit zahlreicher Filmschaffender in der Caligari FilmBühne gezeigt, davon fünf Premieren. Um den Deutschen FernsehKrimi-Preis konkurrieren zehn Filme, die von der Vorjury aus 70 eingereichten Produktionen ausgewählt wurden. Eröffnet wird der Wettbewerb am Dienstag, 5. Mai, 18 Uhr, mit der Premiere das Tatorts "Gottesgarten" (BR), in dem erstmals Rosalie Thomass an der Seite von Fabian Hinrichs in Franken ermittelt. Cast und Crew werden bei der Premiere anwesend sein.
Nominiert für den Deutschen FernsehKrimi-Preis 2026
- "Bis es blutet", (ZDF/ARTE), Regie: Daniel Sager. Buch: Oskar Sulowski und Daniel Sager. Mit Elisa Schlott und Franz Pätzold.
- "Die Verteidigerin – Der Fall Nicola" (SWR), Regie: Lars-Gunnar Lotz. Buch: Magnus Vattrodt. Mit Andrea Sawatzki und Andreas Döhler.
- Deutschlandpremiere: "Eierkratz-Komplott", (ORF/ARTE), Regie: Daniel Geronimo Prochaska. Buch: Stefan Hafner und Thomas Weingartner nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Stipsits. Mit Thomas Stipsits und Erika Deutinger.
- Deutschlandpremiere: "Acht", (ORF/ZDF), Regie und Buch: Marie Kreutzer. Mit Verena Altenberger und Thomas Prenn.
- "Polizei", (NDR), Regie: Buket Alakuş. Buch: Laila Stieler. Mit Levy Rico Arcos und Petra Schmidt-Schaller.
- Premiere: "Polizeiruf 110 – Sie haben Namen", (NDR), Regie: Franziska Schlotterer. Buch: Florian Oeller. Mit Anneke Kim Sarnau und Lina Beckmann.
- "Tatort – Das jüngste Geißlein", (SWR), Regie: Rudi Gaul. Buch: Ulrike Schölles und Rudi Gaul. Mit Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner.
- "Tatort – Dunkelheit", (HR), Regie: Stefan Schaller. Buch: Senad Halilbašić, Stefan Schaller, Erol Yesilkaya. Mit Edin Hasanović und Melika Foroutan.
- Premiere: "Tatort – Gottesgarten", (BR), Regie: Dustin Loose. Buch: Constantin Lieb. Mit Rosalie Thomass und Fabian Hinrichs.
- Premiere: "Tatort – Lucys Geburtstag", (SWR), Regie: Stefan Krohmer. Buch: Daniel Nocke. Mit Felix Klare und Richy Müller.
Serien
Drei Serien bewerben sich am Montag, 4. Mai, ab 18 Uhr um den Titel Krimiserie des Jahres.
- "Schattenseite", (ARD DEGETO FILM/HR/FUNK), Regie: Özgür Yildirim, Alison Kuhn. Buch: Hanna Hribar mit Jonas Ems nach dessen gleichnamigen Roman. Mit Samirah Breuer und Florian Geißelmann.
- "Sternstunde der Mörder", (ARD DEGETO FILM/NDR/SERVUS TV/CANAL+ AUSTRIA/HR/ČESKÁ TELEVIZE), Regie: Christopher Schier. Buch: Klaus Burck nach dem gleichnamigen Roman von Pavel Kohout. Mit Nicholas Ofzcarek und Jonas Nay.
- "Banksters", (HBO MAX), Regie: Gregor Schnitzler, Cüneyt Kaya. Buch: Bernd Lange. Mit Eren M. Güvercin und Merlin von Garnier.
Programm
Angesichts des Rekordniveaus rechtsextremer Straftaten in Deutschland hat das Festival seinen Drehbuchwettbewerb 2026 in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung und der Hessen Film & Medien unter das Motto "Tatort rechtsaußen" gestellt. Gesucht werden Stoffvorschläge von Nachwuchsautorinnen und Nachwuchsautoren, die die demokratiefeindliche Bedrohung aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen. Mehr als 60 Ideen für Spielfilme und Miniserien gingen ein, davon werden vier Nominierungen am Donnerstag, 7. Mai, um 18 Uhr in der Caligari FilmBühne in Anwesenheit der Autorinnen und Autoren vorgestellt. Die Schauspielerinnen und Schauspieler Denise M'Baye, Hans-Jochen Wagner, Şahin Eryılmaz und Trang Le Hong tragen als Lesepat*innen Ausschnitte vor.
Zuvor sprechen Tahera Ameer (Vorstand Amadeu Antonio Stiftung) und Drehbuchautorin Laila Stieler ("Mitten in Deutschland: NSU – Die Opfer – Vergesst mich nicht", "In Liebe, Eure Hilde") über Rechtsextremismus und Wege der filmischen Auseinandersetzung damit. Es moderiert Sevilay Saatçı (hr-iNFO). Der Eintritt ist frei.
Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Festivals sowie der Publikumspreis der Leserinnen- und Leserjury des Wiesbadener Kuriers werden auf der Verleihung des 22. Deutschen FernsehKrimi-Preises verkündet – am Freitag, 8. Mai, um 20 Uhr in der Caligari FilmBühne. Anschließend zeigt das Festival den Gewinnerfilm. Die Moderation des Abends übernimmt Knut Elstermann.
Den Abschluss des Festivals bildet am Samstag, 9. Mai, ab 18 Uhr die Lange FernsehKrimi-Nacht. Bis zum Morgen des 10. Mai werden noch einmal alle zehn Beiträge des Filmwettbewerbs in der Caligari FilmBühne zu sehen sein.
Die Preise
Herzstück des Festivals ist der Wettbewerb um den Deutschen FernsehKrimi-Preis, der von einer prominent besetzten Fachjury an den besten Fernsehkrimi des Jahres verliehen wird. Redaktion und Produktion des Gewinnerfilms erhalten neben einer Trophäe 1.000 Liter Wein. 2025 erhielt den Hauptpreis der „Tatort – Borowski und das Haupt der Medusa“ (NDR).
Die Jury vergibt außerdem zwei Preise für herausragende darstellerische Leistungen sowie einen Sonderpreis für ein Gewerk ihrer Wahl.
Eine Jury aus fünf Leserinnen und Lesern des Wiesbadener Kuriers prämiert ihren Lieblingskrimi mit dem Publikumspreis.
Seit 2019 verleiht das Festival einen Ehrenpreis für besondere Verdienste um den deutschen Fernsehkrimi an Film- und Fernsehschaffende. Die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger sind Ulrike Folkerts (2019), Barbara Auer und Matthias Brandt (2020), Eoin Moore (2021), Anna Schudt (2022), Alexander Held (2023), Adele Neuhauser (2024) sowie Armin Rohde (2025)
2020 rief das Festival einen Serienwettbewerb ins Leben. Eine Jury aus Studierenden der Film- und Medienwissenschaften kürt die Krimiserie des Jahres. 2020 fiel ihre Wahl auf "Der Pass", 2021 auf "Die Toten von Marnow", 2022 auf "Der Pass II", 2023 auf "Babylon Berlin – Staffel 4", 2024 "Zeit Verbrechen", 2025 gewannt die Serie „Der Informant – Angst über der Stadt“ (NDR/ARD DEGETO FILM/ARTE/NKR).
