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Klimaschutz und Klimaanpassung

Kommunale Wärmeplanung

Nachhaltige Wärmeversorgung: Die Kommunale Wärmeplanung ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung für Wiesbaden. Sie trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei und verbessert die Lebensqualität.

grafische Darstellung eines Teilgebietes von Wiesbaden mit Lupe

Etwa die Hälfte der tatsächlich verbrauchten Energie (Endenergie) in Deutschland entfällt auf den Bereich Wärme – also fürs Heizen, Warmwasser und ähnliche Zwecke. Entsprechend hoch sind die klimaschädlichen CO₂-Emissionen - aber auch die Einsparpotenziale. Wie die Wärmeversorgung klimafreundlicher gestaltet werden kann, zeigt die Kommunale Wärmeplanung. Sie liefert wichtige Informationen und Orientierung - für Politik, Verwaltung, Energieversorger, Unternehmen und private Haushalte.

Die Kommunale Wärmeplanung erfolgt auf Grundlage des Wärmeplanungsgesetzes des Bundes sowie der dazugehörigen hessischen Umsetzungsverordnung. 

Schrittweise Umstellung auf klimaneutrale Heizungssysteme

Ziel der Wärmeplanung ist es, die Wärmeversorgung in Wiesbaden effizient, wirtschaftlich und vor allem umweltfreundlich zu gestalten. Dafür wurden in einem ersten Schritt die Energieverbräuche im Wärmesektor erhoben und ein Wärmekataster abgeleitet. Es dient als Grundlage für die weiteren Planungen und wurde in Zusammenarbeit von Stadt, Netzbetreibern und der ESWE Versorgungs AG entwickelt. 

Derzeit werden rund 81 Prozent der Wohngebäude mit Gas oder Öl beheizt. Um das Ziel der Klimaneutralität bis spätestens 2045 zu erreichen, müssen jährlich etwa acht Prozent dieser Gebäude auf klimaneutrale Heizungssysteme umgestellt werden.

Neben der Reduzierung von CO₂-Emissionen, stehen auch soziale Aspekte im Fokus. So ist eine bezahlbare Wärmeversorgung ein zentrales Ziel der Kommunalen Wärmeplanung. Bürgerinnen und Bürger werden durch mehrere Offenlagen aktiv am Planungsprozess beteiligt.

Wie läuft die Kommunalen Wärmeplanung ab?

Die Kommunale Wärmeplanung beginnt mit der Eignungsprüfung sowie der Bestands- und Potenzialanalyse. In der Eignungsprüfung wird geprüft, ob es Gebiete gibt, für die ein verkürztes Planungsverfahren möglich ist. Die anschließenden Analysen zeigen, wie die Wärmeversorgung derzeit aussieht und welche Potenziale zur Senkung des Wärmebedarfs, zum Einsatz erneuerbarer Energien und zur Wärmespeicherung bestehen.

Darstellung der Ergebnisse im Urbanen Digitalen Zwilling

Die Ergebnisse der Analyse sind im Urbanen digitalen Zwilling der Stadt Wiesbaden visualisiert. Dort lassen sich auf Stadtteil- und Quartiersebene interaktiv unter anderem Wärmeverbräuche sowie bestehende Wärmeerzeuger und Energieträger einsehen.

Sie haben Fragen?
Sie erreichen uns per E-Mail unter waermewendewiesbadende.

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