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Umwelt, Natur und Klima

Landschaftspark Aukammtal

Der Landschaftspark Aukammtal ist eine naturnahe innerstädtische Erholungsfläche. Er liegt östlich des Thermalbads in Wiesbaden und ist rund elf Hektar groß. Breite Wiesen, kleine Baumgruppen und große Schilfflächen laden zum Spazierengehen, Entspannen und Naturerleben ein.

Im Süden wird der Park von der Aukammallee begrenzt, im Norden vom Weg Weinreb. Westlich liegt daneben das Thermalbad sowie östlich Orangerie und der Apothekergarten. Auch der Bienenlehrpark im Apothekergarten gehört zum Landschaftspark. 

 

Wiese mit Gehölzstrukturen

Bedeutung im städtischen Grünsystem

Der Landschaftspark Aukammtal ist Teil eines großen Grünzugs, der Wiesbaden durchzieht. Vom Kurhaus über den Kurpark und die Kuranlagen führt dieser Grünzug bis in Osten der Stadt und endet im Landschaftspark Aukammtal.

So trägt der Landschaftspark dazu bei, dass die Grünflächen in der Stadt gut miteinander vernetzt sind. Gleichzeitig spielt er eine wichtige Rolle für das Stadtklima. Feuchtlebensräume sorgen für Kühlung, fördern die Frischluft und bieten Raum für naturnahe Erholung.

Der Aukammbach prägt den Landschaftspark. Mit drei Seitenarmen durchfließt er den Landschaftspark und fließt weiter durch die Aukammtalanlagen, und mündet in den Kuranlagen in den Salzbach.

Holzbrücke über einen schmalen Bach in einem grünen Wald mit dichtem Laub und einem Baum mit rotem Markierungszeichen.
Mit seinen Baumbeständen und Feuchtbiotopen leistet das Aukammtal einen wichtigen Beitrag zum Stadtklima.

Natur erleben

Unbefestigte Wege und kleine Brücken führen entlang von Schilfflächen, alten und jungen Weiden sowie Mähwiesen verschiedener Ausprägungen durch den Park. Am östlichen Ende verbindet eine große Wiese mit Pavillon den Landschaftspark mit dem Apothekergarten. 

Wer lieber auf befestigten Wegen unterwegs ist, kann den Park über den Emil-Pfeiffer-Weg oder den Weg Weinreb umrunden. Auf dem Weg zur Orangerie und zum Apothekergarten passiert man dabei auch kleine Streuobstwiesen und Gartenflächen. 

Besonderheiten

Bis in die 1960er Jahre waren die Flächen des Landschaftsparks weitgehend für Gärten und die Landwirtschaft genutzt. Bäume gab es damals kaum. Nach und nach wurde die Nutzung der besonders feuchten bis nassen Flächen aufgegeben. Sträucher und große Schilfbereiche entstanden. Seit den 1990er Jahren werden einzelne Flächen gezielt renaturiert. Durch regelmäßige Pflege hat sich daraus der heutige naturnahe Landschaftspark entwickelt.

Heute wird das Gebiet im Auftrag des Umweltamts regelmäßig gepflegt. Durch gezieltes Mähen der Wiesen sowie Pflege Bäume und Sträucher wird der naturnahe Charakter des Parks erhalten und gleichzeitig der Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschützt und weiterentwickelt.

Charakteristisch für den Landschaftspark sind die auwaldähnlichen Bäume und Sträucher entlang des Aukammbachs und seiner Nebenarme. Sie halten den zentralen Bereich des Parks auch an warmen Tagen angenehm kühl und schattig.

Große Trauerweide auf einer Wiese umgeben von Büschen und Bäumen.
Für den Landschaftspark charakteristisch ist der auwaldähnliche Baumbestand und Feuchtwiesen.

Ergänzt wird dieses Bild durch zahlreiche Wiesen auf mäßig feuchten bis nassen Flächen sowie ausgedehnte Schilfbereiche.

Obwohl der Landschaftspark mitten in der Stadt liegt, bietet er erstaunlich viele unterschiedliche Lebensräume. Dazu gehören auch geschützte Biotope. Für viele heimische Tiere und Pflanzen ist der Park deshalb ein wichtiger Rückzugsort. Neben der Erholung spielt auch das Lernen eine wichtige Rolle: Der Park wird auch für Umweltbildung und Naturführungen genutzt.

 

Kartenausschnitt mit Straßen, Gebäuden, Parkplätzen und markierten Flächen in Rot, darunter die Beschriftung 'Aukammtal'

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