Warum die Wärmewende wichtig für den Klimaschutz ist
Die Wärmewende ist entscheidend, damit wir unserer Klimaziele erreichen. Jede dritte Tonne CO₂ hängt mit Wärme zusammen. Damit verursacht die Wärmeerzeugung mehr Emissionen als der Verkehr. Wer das Klima schützen will, kommt an der Wärmewende nicht vorbei.
Aktuelle Ausgangslage
Mehr als dreiviertel der erzeugten Wärme für Wiesbaden stammt heute aus fossilen Quellen. Die Umstellung auf klimafreundliche Wärmeversorgungsarten leistet daher einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Emissionen.
Die aktuelle Wärmeversorgung für Wiesbaden erfolgt zu einem überwiegenden Teil durch Gasheizungen, gefolgt von Wärmenetzen und Ölheizungen. Durch die Verwendung fossiler Brennstoffe werden dabei jedes Jahr Treibhausgase freigesetzt, die etwa 780.000 Tonnen CO₂ entsprechen.
Welche Heizungen sind klimafreundlich?
Heizungslösungen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich ihrer Klimawirkung. Biomasse, etwa Holzpellets, schneidet derzeit am besten ab. Allerdings ist nachhaltig erzeugte Biomasse nur in begrenztem Umfang vorhanden. Eine flächendeckende Versorgung Wiesbadens mit Holzheizungen ist daher keine realistische Option.
Auch Nah- und Fernwärme bieten gute Voraussetzungen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Sie überzeugen bereits heute sowohl durch einen hohen Wirkungsgrad, als auch durch eine klimafreundliche Wärmeerzeugung. Bis 2045 wird die Wärmeerzeugung für Wärmenetze schrittweise auf klimaneutrale Technologien umgestellt.
Strom weist relativ hohe spezifische Emissionen auf, da ein großer Teil des Stroms in Deutschland noch aus Kohle und Erdgas gewonnen wird. Stromdirektheizungen und Nachtspeicheröfen sind deshalb aus Klimasicht weniger günstig.
Wärmepumpen sind hingegen deutlich effizienter: Aus einer Kilowattstunde Strom können sie je nach Anlage und Betriebsbedingungen etwa 2,5 bis 3,5 Kilowattstunden Wärme gewinnen. Wird die Wärmepumpe mit Ökostrom betrieben oder mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, lässt sich die Klimawirkung der Wärmeversorgung zusätzlich deutlich verbessern.
Die Heizung jetzt schon fit für die Zukunft machen
Mit dem Umstieg auf eine klimafreundliche Heizung kann jeder und jeder einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Während fossile Brennstoffe den Klimawandel anfeuern, stehen mit Wärmenetzen, Biomasse und Wärmepumpen bereits heute Alternativen zur Verfügung, die deutlich geringere Emissionen aufweisen.
Zudem wird durch die schrittweise Dekarbonisierung der Wärmenetze und der Stromversorgung ihre Klimabilanz künftig weiter verbessert. So werden diese Heizlösungen künftig noch klimafreundlicher und bleiben langfristig eine gute Wahl.
