Typisch Wiesbaden
Wer war eigentlich ...?
Viele Straßen und Plätze tragen die Namen von Persönlichkeiten, die eng mit Wiesbaden verbunden sind. Wer dahinter steckt?
- Adelheidstraße
Adelheid Marie von Anhalt-Dessau (Öffnet in einem neuen Tab) (1833 bis 1916) war durch ihre Heirat mit Adolph von Nassau die letzte Herzogin von Nassau und wurde 1890 nach dem Tod ihres Mannes zur Großherzogin von Luxemburg. Sie lebte lange auf Schloss Biebrich und war bekannt für ihr malerisches Talent. Unterricht nahm sie in Wiesbaden beim herzoglichen Konservator Otto Reinhard Jacobi. - Adolfsallee
1817 auf Schloss Biebrich geboren und aufgewachsen, wurde Adolf von Nassau (Öffnet in einem neuen Tab) (1817 bis 1905) gezielt auf seine Rolle als künftiger Monarch vorbereitet. Er regierte von 1839 bis 1866 als Herzog von Nassau und war ab 1890 Großherzog von Luxemburg. 1844 heiratete er in Petersburg die Großfürstin Elisaweta Michailowna Romanowa (Elisabeth Herzogin zu Nassau). Sie starb nach knapp einjähriger Ehe bei der Geburt ihrer Tochter, die ebenfalls nicht überlebte. Für sie ließ der Herzog von 1846 bis 1855 die Russisch-orthodoxe Kirche (Öffnet in einem neuen Tab) als Grabeskirche errichten. In zweiter Ehe heiratete Adolf 1851 die Prinzessin Adelheid Marie von Anhalt-Dessau (siehe oben). Mit der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen im Jahr 1866 war Adolf der letzte regierende Herzog von Nassau. - Christian-Zais-Straße
Er prägte das klassische Wiesbaden entscheidend: Christian Zais (Öffnet in einem neuen Tab) (1770 bis 1820) entwarf das Kurhaus, das den Ruf Wiesbadens als Kurstadt mitbegründete, und das Erbprinzenpalais in der Wilhelmstraße, in dem heute die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden untergebracht ist. - Dern'sches Gelände
Das Dern’sche Gelände ist nach Carl-Reinhard Dern (Öffnet in einem neuen Tab) (1783 bis 1863) benannt, Wiesbadener Bürger und Oberforstrat des Herzogtums Nassau. 1809 wurde ihm von der nassauischen Hofkammer die Fasanerie zur Bewirtschaftung verpachtet. 1831 erbte er von einem Verwandten seiner Ehefrau das heutige Dern'sche Gelände, das ihr die Stadt Wiesbaden 1868 abkaufte. - Gustav-Freytag-Straße
Gustav Freytag (Öffnet in einem neuen Tab) (1816 bis 1895) ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts und Autor des Romans "Soll und Haben". Aufgrund seiner Bronchitis und des milden Wiesbadener Klimas ließ sich Herzog Adolf 1877 in einem Haus an der Biebricher Allee nieder. 1881 bezog er eine Villa am Hainer Weg – der heutigen Gustav-Freytag-Straße 18. Hier verstarb er 1895. - Ludwig-Beck-Straße
Ludwig Beck (Öffnet in einem neuen Tab) wurde in Biebrich geboren und machte 1898 sein Abitur in Wiesbaden. Er gehörte zum militärischen Widerstand gegen Hitler und war eine zentrale Figur des Umsturzversuchs vom 20. Juli 1944. - Luisenplatz
Luise von Sachsen-Hildburghausen (Öffnet in einem neuen Tab) (1794 bis 1825) heiratete 1813 Wilhelm von Nassau und lebte nach dessen Regierungsantritt als Herzog von Nassau ab 1816 in Wiesbaden. Sie engagierte sich im sozialen und Bildungsbereich und gründete in Wiesbaden eine Unterrichtsanstalt für Mädchen. Damit gehörte sie zu den frühen Fürstinnen des 19. Jahrhunderts, die sich für eine bessere weibliche Bildung engagierten. Nach der Geburt ihrer jüngsten Tochter Marie - eins von acht Kindern - starb sie im Schloss Biebrich. - Wilhelmstraße
Als erster regierender Herzog von Nassau förderte Wilhelm (Öffnet in einem neuen Tab) (1792 bis 1839) den Ausbau Wiesbadens zur Residenz- und Kurstadt. Als Residenz diente Wilhelm Schloss Biebrich, das er ebenso wie den dazugehörigen Schlosspark nach seinen Vorstellungen umgestalten ließ. Auf seine Initiative hin entstand zudem das Jagdschloss Platte, das 1824 vollendet wurde.
Schon gewusst?
- Der russische Maler Alexej von Jawlensky lebte von 1921 bis zu seinem Tod 1941 in Wiesbaden und schuf hier zahlreiche berühmte Werke, die zu den bedeutendsten des Expressionismus zählen. Sein Grab befindet sich auf dem Russisch-Orthodoxen Friedhof auf dem Neroberg - und die mit 111 Werken weltweit bedeutendste Sammlung im Museum Wiesbaden (Öffnet in einem neuen Tab)! Auf dem Jawlensky-Pfad (Öffnet in einem neuen Tab) könnt Ihr auf seinen Spuren wandeln.
- Während seines Militärdienstes in Deutschland hielt sich Elvis Presley (Öffnet in einem neuen Tab) regelmäßig in Wiesbaden auf. Über den Flughafen Erbenheim reiste er 1958 nach Deutschland ein, bevor er in Friedberg stationiert wurde. In Wiesbaden lernte er seine spätere Frau, Priscilla Beaulieu Wagner, kennen.
- Der Sohn des Automobilvisionärs von Adam Opel - Wilhelm von Opel (Öffnet in einem neuen Tab) - lebte in Wiesbaden, wurde 1941 Ehrenbürger der Stadt und starb am 2. Mai 1948 in Wiesbaden.
- Während Wiesbadens Blütezeit als internationale Weltkurstadt besuchten zahlreiche prominente Persönlichkeiten (Öffnet in einem neuen Tab) die Stadt, darunter Johann Wolfgang von Goethe, Zar Nikolaus II. und Kaiserin Elisabeth ("Sisi") von Österreich.
