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Ausstellungen

70 Jahre Künstlergruppe50 Wiesbaden 1950 bis 2020

Die Jubiläumsausstellung der Künstlergruppe50 Wiesbaden findet vom 4. bis 27. September im "sam - Stadtmuseum am Markt" statt.

Vom 4. bis 27. September 2020 zeigt das "sam" die Sonderausstellung der Künstlergruppe50 Wiesbaden zum 70-jährigen Bestehen. Namensgebend für die Gruppe ist das Jahr ihrer Gründung. 1950 taten sich Wiesbadener Künstlerinnen und Künstler zusammen, um – nachdem die Fesseln der NS-Diktatur abgelegt waren – künstlerisch   frei arbeiten zu können. Gründungsmitglieder waren Christa Moering (1916 bis 2013) und der Maler Heinz-Rudi Müller (1919 bis 1992), die beide von Vincent Weber, dem langjährigen Direktor der Wiesbadener Werkkunstschule, ausgebildet wurden. 

Ziel der Gruppe war und ist es jedoch nicht, einer gemeinsamen Leitlinie zu folgen, sondern sich gegenseitig auszutauschen, anzuregen und die eigene Individualität beizubehalten. So finden sich innerhalb der Gruppe unterschiedlichste Techniken wieder: Malerei, Grafik, Fotokunst, Plastik und Installationen. So vielseitig verspricht auch die Sonderausstellung im Marktkeller zu werden, die von der Galerie Nero, Susanne Kiessling, kuratiert wird. Der Eintritt in die Ausstellung ist kostenlos möglich.

Begleitprogramm zur Ausstellung

Stephan Wiesehöfer, ehemals Redakteur des ZDF, ruft im Stadtmuseum das Stadtgespräch ins Leben. Das Format möchte Menschen aus der Stadt vorstellen, die in Wiesbaden leben und wirken und einen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten. Auch die Veranstaltungen des Begleitprogramms können kostenlos besucht werden.

Im Rahmen der Jubiläumsausstellung der Gruppe 50 bittet er Künstlerinnen und Künstler derselben vor Publikum zum Gespräch. Dazu suchen sich die Künstler ein Werk des Gegenübers aus und fragen, kommentieren und diskutieren miteinander. Das Publikum sieht Kunstwerke mit den Augen der Künstler und bekommt einen intensiven Einblick in den Zugang eines Künstlers zur Welt, zu seinem oder ihrem Handwerks-Material, zum Herstellen von Kunst und zur Lebenssituation eines Künstlers heute. Anschließende Fragen des Publikums sind herzlich willkommen. Um 18 Uhr ist Einlass in die Ausstellung, um 18.30 Uhr beginnt das Gespräch und dauert circa eine Stunde. Auf Grund der Corona-Bestimmungen wird dringend um Anmeldung gebeten unter infostiftung-stadtmuseum-wiesbadende oder 0611 / 44750060.

8. September 2020, 18 Uhr – Stadtgespräch im sam mit Ricarda Peters und Roman R. Eichhorn

Den Anfang am 8. September machen Ricarda Peters, die Grande Dame des Informel in Wiesbaden, und der aus Russland stammende Roman R. Eichhorn, der sich Brückenschlägen zwischen den Kulturen seiner alten und neuen Heimat verschrieben hat. Abstraktion und Gegenständlichkeit – wir erleben zwei Vertreter der spannenden Auseinandersetzung und der entscheidenden Polarität in der Kunstwelt seit 1900. Dabei haben diese "Welthälften" verborgene Verbindungen...  

15. September 2020, 18 Uhr – Stadtgespräch im sam mit Horst Reichard und Titus Grab

Am 15. September kommen Horst Reichard und Titus Grab ins sam. Beide mischen sich seit langem mit meinungsstarken Installationen ins aktuell politische Geschehen ein. Reichard, von Beruf Vergolder, verfremdet alte Handwerksgeräte zu einem zweiten poetischen Leben, etwa mit Blattgold. Titus Grab spürt Beschädigungen, Zerstörungen, Brüche und Widersprüche in Wiesbaden auf und erschafft dazu Objekte und Installationen, direkt, rau und denk-"anstößig". Feines Handwerk trifft auf Improvisation.

22. September 2020, 18 Uhr – Stadtgespräch im sam mit Petra von Breitenbach und Tom Sommerlatte

Am 22. September schließlich trifft Petra von Breitenbach auf Tom Sommerlatte. Von Breitenbach inszeniert in ihren Installationen ihre entschiedene Haltung zu Zeitereignissen ebenso emotionsgeladen wie diszipliniert. Auch die Ausgriffe ins Überreale in ihren Zeichnungen sind kompositorisch durchdacht. Sommerlatte arbeitet in seinen Wiesbadener Tugendtafeln mit einem widerspenstigen modernen Baustoff und provoziert damit eine Diskussion über unsere bürgerlichen Werte.