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Ausstellungen

Ludwig Hohlwein aus Wiesbaden - Stardesigner des Jugendstils

Am Dienstag, 3. März, hält Hans-Georg Böcher um 19 Uhr im Marktkeller einen Vortrag über den Künstler Hohlwein. Der Eintritt beträgt sechs, ermäßigt vier Euro.

Ob "Frühling in Wiesbaden" oder "Herbst in Wiesbaden" - die Plakate, die Ludwig Hohlwein (1874 bis 1949) zur Bewerbung der damaligen Kurstadt anfertigte und die in der aktuellen Sonderausstellung zu sehen sind, zeigen beide sein Können. Der Grafiker, Architekt und Maler, der vor allem als Plakatkünstler von sich reden machte, war gebürtiger Wiesbadener.

Zum Studium zog es ihn nach München, wohin er nach Studien-Aufenthalten im In- und Ausland wieder zurückkehrte. Im beginnenden 20. Jahrhundert machte er sich früh einen Namen als Reklamekünstler. Unzählige Unternehmen nutzten sein Talent darunter die Sektkellerei Söhnlein, das Strumpfhaus Poulet, beide aus Wiesbaden, aber auch Autohersteller wie Audi oder Mercedes Benz, die Lufthansa oder auch Kaffee Hag, um nur eine ganz kleine Auswahl zu nennen.  Mit etwa 4.000 Arbeiten hat Hohlwein ein sehr großes Gesamtwerk hinterlassen.

Doch hat er sich nicht nur der Wirtschaft dienlich gemacht, sondern ab den 1930er Jahren auch dem NS-Regime. Er trat der NSDAP bei und nutzte sein Talent fortan um die Propaganda und das visuelle Erscheinungsbild des Nationalsozialismus darzustellen und zu prägen.

Zum Werdegang des Künstlers, seinem Leben und seinem Stil wird Hans-Georg Böcher berichten. Er studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Deutsche Volkskunde an den Universitäten Mainz und Wien. Seit 1997 ist er Direktor des einzigartigen Deutschen Verpackungs-Museums in Heidelberg.

Ab 18 Uhr können Besucherinnen und Besucher die Sonderausstellung besichtigten. Eintritt sechs, ermäßigt vier Euro.