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Dambachtal-Anlage

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Die Dambachtal-Anlage liegt eingebettet zwischen dem Ende der gleichnamigen Straße und dem Tränkweg entlang der Freseniusstraße und entstand 1898. Der Park ist ein hervorragendes Beispiel für die Gartenbaukunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts und wurde von Stadtbaumeister Felix Genzmer geschaffen. 

Die Besonderheit der Anlage liegt in den weichen Übergängen zwischen öffentlichem Park, der ohne optische Grenze direkt im Stadtwald endet, Garten und bebauter Fläche. Eine durch die Topografie begründete kurvige Weg- und Straßenführung unterstützt den Eindruck einer naturbelassenen Szenerie. Im unteren Teil der schmalen Anlage bilden die Einfriedungen der Grundstücke der Kapellenstraße einen malerischen Rahmen. Ganz in der Tradition der Parkstaffagen, wie sie auch im Kurpark zu finden sind, passiert man am südlichen Eingang das aus der Blickachse leicht versetzte Remigius-Fresenius-Denkmal. Am Ende des Dambachtals steht eine 1909 zum Andenken an den Kommerzienrat Franz Kupferberg errichtete Steinbank. Die 1936 erbaute Alfred-Schulte-Hütte jenseits des Tränkwegs am Waldrand steht mit der Parkanlage in optischer Beziehung. Dort befindet sich auch das Forsthaus Dambachtal. Seit mehreren Jahren werden die Grünflächen in den Dambachtal-Anlagen zu artenreichen Blumenwiesen weiterentwickelt.

Literatur

Sigrid Russ, Bearb., Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen. Wiesbaden II – Die Villengebiete. Hrsg.: Landesamt für Denkmalpflege Hessen, 2. erw. Aufl., Stuttgart 1996.

Schabe, Peter: Felix Genzmer – Architekt des Späthistorismus in Wiesbaden. Frühe Schaffensjahre 1881–1903. Wiesbaden 1997 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 62).

Forsthaus Dambachtal, um 1900 wiesbaden.de/ Stadtarchiv Wiesbaden, PK-3525, Urheber: unbekannt
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