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Eck, Adolf von

Eck, Adolf von 

Rechtsanwalt, Notar

geboren: 26.09.1860 in Höchst am Main

gestorben: 10.02.1923 in Wiesbaden


Artikel

Eck stammte aus einer nassauischen Juristen- und Politikerfamilie, die dem »Freisinn« nahestand – so gehörte der Großvater Friedrich Arnold von Eck bereits dem Nassauischen Landtag an. Das Königliche Gymnasium in Wiesbaden besuchte er 1873–79 und studierte anschließend Rechtswissenschaften. Danach ließ er sich in Wiesbaden als Rechtsanwalt und Notar nieder. 1889 wurde er eingebürgert und später zum Justizrat ernannt. Er war für namhafte Wirtschaftsunternehmen der Region tätig, z. B. 1902 als Rechtsanwalt für die Sektkellerei Söhnlein im Aufsehen erregenden »Millionenprozess« gegen Moët & Chandon, den Söhnlein gewann. Ferner war er ein gesuchtes Beratungsmitglied in Wirtschaftsgremien (z. B. im Beirat der Nassauischen Landesbank, Aufsichtsrat der Schulz Grünlack AG in Rüdesheim am Rhein).

Ecks politisches Engagement kam u. a. über die Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung und den Nassauischer Kommunallandtag zum Tragen. Seit 1895 bis zu seinem Lebensende war er Stadtverordneter, zuletzt als Fraktionsvorsitzender der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Für den Kommunallandtag wirkte er zwischen 1900 und 1920. Vor 1918 war Eck aktives Mitglied der Freisinnigen Vereinigung und unternahm während des Reichstagswahlkampfes 1907 einen Einigungsversuch zwischen den Wiesbadener Nationalliberalen und den Freisinnigen, um den drohenden Verlust des Wahlkreises für die Liberalen zu verhindern. Als Mitbegründer und Ausschussmitglied des Vereins für Nassauische Krüppelfürsorge war er in Wiesbaden bekannt.

Literatur

Burkardt, Barbara/Pult, Manfred (Bearb.): Nassauische Parlamentarier. Ein biographisches Handbuch. Teil 2: Der Kommunallandtag des Regierungsbezirks Wiesbaden 1868–1933. Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen, Bd. 17, Wiesbaden 2003 (Historische Kommission für Nassau 71) [S.72].