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Werminghoff, Albert

Werminghoff, Albert

Historiker

geboren: 03.08.1869 in Wiesbaden

gestorben: 02.02.1923 in Halle an der Saale


Artikel

Werminghoff, Sohn eines Wiesbadener Hoteliers, studierte in Freiburg und Leipzig klassische Philologie und Geschichte, 1893 wurde er promoviert. 1894 legte er das Oberlehrerexamen ab und erhielt die Lehrbefähigung für Latein, Griechisch und Geschichte.

Nach einem Volontariat am Generallandesarchiv in Karlsruhe trat er 1896 in die Leges-Abteilung der Monumenta Germaniae Historica (MGH) in Berlin ein. Er wurde durch die Herausgabe der Concilia als Diplomatiker (Urkundenforscher) und Kirchenhistoriker bekannt. Im Februar 1902 habilitierte er sich an der Universität in Greifswald mit einer Arbeit über die Verfassungsgeschichte der Kirche im Mittelalter. Er wurde dort Privatdozent und erhielt 1905 den Titel eines Professors. Zum Wintersemester 1907/08 wurde er auf einen Lehrstuhl für mittlere und neuere Geschichte in Königsberg berufen. 

1913 ging er nach Halle, wo er sich dem späten Mittelalter widmete. 1921 verlieh ihm die evangelisch-theologische Fakultät der Albertus-Universität in Königsberg die Ehrendoktorwürde. 1922 erhielt er einen Ruf nach Leipzig. Er verstarb jedoch, bevor er dieses Amt antreten konnte.

Literatur