Objekte der Heimatstube der Karlsbader haben ein neues Zuhause
Über 70 Jahre lang befand sich in Wiesbaden eine große Sammlung von Alltags- und Wertgegenständen von Vertriebenen in der Heimatstube der Karlsbader, zuletzt in der Oranienstraße. Nun haben die Exponate ein neues Zuhause gefunden. Kurz vor der Auflösung wurden die Räumlichkeiten in Wiesbaden in einer virtuellen Version konserviert und können so jederzeit abgerufen werden.
1953 übernahm die Landeshauptstadt Wiesbaden die Patenschaft für die Stadt Karlsbad. Ein wesentlicher Bestandteil der Patenschaft war die Bereitstellung von Räumen für ein Museum. Alltags- und Wertgegenstände, Bilder, Bücher und Dokumente, die die Menschen bei der Vertreibung aus ihrer Heimat noch mitnehmen konnten oder nachträglich erwarben, flossen in eine große Sammlung ein, die der Heimatverband der Karlsbader bald in Wiesbaden präsentierte.
Nun wurde die Sammlung im Frühjahr dieses Jahres aufgelöst. Vieles konnte an das Sudetendeutsche Museum in München übergeben werden. Objekte aus Sprudelstein, Sprudelbecher, Porzellan, Trachten, Accessoires, Schmuck sowie Grafiken, Gemälde und Fotografien, die an das Leben und die Kultur in der ehemaligen Heimat erinnern, haben somit einen neuen Platz gefunden und werden für die Zukunft bewahrt.
Im Vorfeld des Umzugs ließ das Museum noch einen virtuellen Rundgang durch die Räume erstellen. Die virtuelle Version ist hier abrufbar: https://www.sudetendeutsches-museum.de/ausstellungen/heimatstuben/ (Öffnet in einem neuen Tab)
Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.