„Kampf gegen Straflosigkeit, Argentiniens Militär vor Gericht“: Wolfgang Kaleck Gast im Kunsthaus
Das Kunsthaus, Schulberg 10, lädt am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr, im Rahmen der Ausstellung „Memory in Action: Marcelo Brodsky“ zu einem Podiumsgespräch ein. Es diskutieren Wolfgang Kaleck, Autor des Buches „Kampf gegen Straflosigkeit – Argentiniens Militär vor Gericht“, und Michael Alvarez Kalverkamp, Büroleiter der Heinrich-Böll-Stiftung in Buenos Aires (per Live-Zuschaltung). Der Eintritt ist frei.
Kaleck ist Rechtsanwalt, Gründer des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) und ausgewiesener Kenner der Geschichte Argentiniens sowie der Werke von Marcelo Brodsky. Sein neues Buch „Die Stärke des Rechts vs. Das Recht des Stärkeren“ ist ein Plädoyer für das Völkerrecht. Kalverkamp ist seit 2023 Leiter des neuen Regionalbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Buenos Aires für Argentinien, Paraguay und Uruguay. Zwischenzeitlich Pressesprecher der Stiftung in Berlin, leitete er von 2008 bis 2014 das Büro der Stiftung in Chile und von dort auch die Arbeit und Kooperationen in Argentinien.
Brodsky wurde international bekannt durch seinen Fotoessay „Buena Memoria“ (1997), der die Deportation und Ermordung einiger seiner Klassenkameraden und seines Bruders Fernando Brodsky während der Militärdiktatur in Argentinien thematisiert. Sein Klassenfoto „La Clase“ ist Teil der Ausstellung. Seine Kunst bildet einen Teil des Fundaments für den Kampf um Gerechtigkeit in Argentinien nach der Militärdiktatur.
Die Moderation übernimmt Monique Behr, Leiterin des Kunsthauses. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen.
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