AWO Wiesbaden übernimmt Erziehungsberatung im Schelmengraben
Die Trägerschaft für die Erziehungsberatungsstelle im Schelmengraben ist neu geregelt worden. Die bis Ende des Jahres 2025 von der Diakonie Wiesbaden verantworteten Angebote werden im Verlauf des Monats Mai von der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Kreisverband Wiesbaden, übernommen. Die Übertragung erfolgt im Auftrag und in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Ziel der Neuordnung ist es, die fachlich hochwertige Erziehungsberatung für Wiesbadener Familien langfristig zu sichern, verlässlich fortzuführen und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.
Erziehungsberatung stellt einen unverzichtbaren Bestandteil der kommunalen Leistungen dar. Sie richtet sich an Eltern, Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene, die Unterstützung bei Fragen der Erziehung, bei familiären Konflikten, Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten, Trennungs- und Scheidungssituationen oder bei schulischen und psychosozialen Herausforderungen benötigen. Die Beratung erfolgt kostenfrei, vertraulich und niedrigschwellig.
Mit der AWO als neuem Träger wird ein wichtiger Baustein der kommunalen Jugendhilfelandschaft in Wiesbaden gesichert. „Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund sich verändernder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, zunehmender psychischer Belastungen bei jungen Menschen sowie einer steigenden Nachfrage nach Beratungsangeboten von Bedeutung“, betont die zuständige Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher.
Ein wesentliches Anliegen im Rahmen der Trägerübertragung war die Sicherstellung der personellen und fachlichen Kontinuität. Damit bleiben sowohl die hohe fachliche Expertise als auch die gewachsenen Vertrauensbeziehungen zu Familien und Kooperationspartnern erhalten. Ebenso erhalten bleibt der etablierte Standort der Erziehungsberatung im Stadtteil Schelmengraben. Zusätzlich wird ein weiterer Standort im Stadtteil Westend eingerichtet, um die wohnortnahe Versorgung weiter zu stärken.
„Die AWO Wiesbaden übernimmt die bisherigen Leistungen vollumfänglich und setzt zugleich gezielte Entwicklungsimpulse. Geplante Schwerpunkte sind unter anderem der Ausbau präventiver Angebote, die Stärkung niedrigschwelliger Zugänge, die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen sowie die Förderung interkultureller Beratungsangebote“, sagt Bastian Hans, Geschäftsführer der AWO Wiesbaden.
Stadt und AWO sehen in der Übernahme einen wichtigen Schritt zur langfristigen Sicherung und qualitativen Weiterentwicklung der Erziehungsberatung in Wiesbaden. „Für Familien, Kinder und Jugendliche bedeutet dies vor allem Verlässlichkeit: Die Beratung steht weiterhin kostenfrei, vertraulich und unkompliziert zur Verfügung“, sagt Dr. Becher abschließend.
Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.