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Schokoladige Ostergeschenke ohne bitteren Beigeschmack

Wer liebt sie nicht - Schokoeier und Schokohasen im Osterkörbchen. Schokolade zählt zu den beliebtesten Süßigkeiten. Laut WWF essen wir Deutsche etwa 8,6 Kilo Schokolade durchschnittlich im Jahr.

Um die hohe Nachfrage zu decken, wird Kakao meist in umweltschädlichen Monokulturen angebaut, denen Regenwald zum Opfer fiel. Mit seiner Vernichtung wird einer der artenreichsten Lebensräume unseres Planeten zerstört, der zugleich als gigantischer Kohlenstoffspeicher dient.

Um ihre Existenz kämpfen auch die Kakaobäuerinnen und -bauern im globalen Süden. Dort ist der Anbau laut "Fair Trade Deutschland" für über 5,5 Millionen die Haupteinnahmequelle. Starke Schwankungen der Kakaopreise am Weltmarkt und großer Druck auf die Abnahmepreise durch globale Handelsketten verursachen Armut und ausbeuterische Arbeitsbedingungen, wie zum Beispiel Kinderarbeit.

Doch wir haben die Wahl! Wer Umwelt und Menschenrechte schützen will, greift zu Schokolade aus Fairtrade oder Bio-Produktion. Sieben gute Gründe, warum fair gehandelte Bio-Schokolade in Ihrem Osterkörbchen landen sollte:

  1. Umweltbelastungen verringern
    Bei der Produktion von Bio-Kakao wird auf Waldentlaubungsmittel und chemischen Pflanzenschutzmittel verzichtet. Bio-Kakaobäume wachsen zusammen mit anderen Kulturpflanzen. Diese spenden ihnen Schatten und senken so den Wasserverbrauch. Die Vielfalt stärkt zudem die Resistenz der Kakaopflanzen gegen Schädlinge und bietet verschieden Arten Lebensraum.

  2. Abfall reduzieren
    Bio-Schoko punktet auch bei der Verpackung. Während konventionelle Schokoladen häufig in Alu- oder Kunststofffolie verpackt wird, sind Bio-Schokis oft mit Folie aus nachwachsenden Rohstoffen oder aus kompostierbaren Holzfasern umhüllt.

  3. Regenwald erhalten
    Regenwald wird nicht nur für den Anbau von Kakaobäumen gerodet, sondern im großen Stil für konventionelle Ölpalmplantagen. Palmöl ist in vielen Schokoladenprodukten enthalten. Die Alternative: zertifiziertes Bio-Palmöl. Für Bio-Ölpalmen darf kein Regenwald gefällt werden.

  4. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern stärken
    Fairtrade-Kakaokooperativen sind demokratisch organisiert. Dies schafft Vorteile, wie eine bessere Verhandlungsposition bei der Preisgestaltung und einen vereinfachten Zugang zu Finanzierungsoptionen. Fairtrade garantiert den Produzent*innen zudem einen vom Weltmarkt unabhängigen Mindestpreis für ihre Produkte.

  5. In die Zukunft investieren
    Fairtrade-Standards fördern gezielt benachteiligte und schutzbedürftige Gruppen. Kinderarbeit ist grundsätzlich verboten. Um Verbesserungen auch zukünftig zu sichern, erhalten die Kakaobauern und –bäuerinnen über das Fairtrade-Produzentennetzwerk Schulungen zu Themen wie Betriebsführung, Finanzmanagement, landwirtschaftlichen Praktiken, Anpassung an Klimafolgen und Arbeitssicherheit.

  6. Nachhaltige Unterstützung vor Ort ermöglichen
    Faire Schokolade, die auch im Ursprungsland des Kakaos produziert wird, sorgt dafür das ein Großteil der Wertschöpfung im Ursprungsland des Kakaos bleibt und die Zukunft vor Ort sichert.

  7. Die große Auswahl genießen
    Faire und/oder Bio-Schokolade gibt es in allen Variationen und Geschmacksrichtungen: von Trinkschokolade über Zartbitterschokolade oder diversen Schokoriegeln – die Auswahl ist riesig. Viele der Produkte sind sogar vegan.

TIPP: Noch bis zum 18. April ist im Umweltladen Wiesbaden, Luisenstraße 19, die Ausstellung "Die Umwelt isst mit" zu sehen. Ein Teil der Ausstellung ist der Thematik "Fair Trade- und Bio-Produkte" gewidmet. Im Rahmen der Ausstellung bietet der Umweltladen Bio- und/oder faire Schokolade zum Verkosten an.

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Wer Umwelt und Menschenrechte schützen will, greift zu Schokolade aus Fairtrade oder Bio-Produktion. wiesbaden.de/ Foto: delater / pixelio.de
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