Inhalt anspringen
Kultur erleben

Lyrikpreis Orphil 2026

Der Lyrikpreis Orphil der Landeshauptstadt Wiesbaden geht 2026 an die Lyrikerin Karin Fellner. Sie wird für ihr bisheriges lyrisches Werk, insbesondere den Band "Polle und Fu“ ausgezeichnet. Mit dem Orphil-Debütpreis wird Lara Rüter geehrt. Sie erhält den Preis für ihr lyrisches Erstlingswerk "amoretten in netzen".

Frau vor Wand mit hellen Locken und blauem Shirt.
Der Lyrikpreis Orphil der Landeshauptstadt Wiesbaden geht 2026 an die Lyrikerin Karin Fellner.

Die Jury des Lyrikpreises Orphil besteht aus Carolin Callies (Lyrikerin und Literaturvermittlerin), Maren Jäger (Literaturwissenschaftlerin und -kritikerin) und Christian Metz (Literaturwissenschaftler und -kritiker). Der Lyrikpreis Orphil ist mit 10.000 Euro dotiert, der Debütpreis mit 2.500 Euro. Beide Preise werden alle zwei Jahre vergeben. 

Begründung der Jury

"Karin Fellner, 1970 in München geboren, entfaltet aus den Aufeinandertreffen ihrer Protagonisten Gesprächspoesie, und zwar voller Witz, bitzelnder Geistesgegenwärtigkeit, gewagter Wortspielerei und übersprudelnder Lust auf Pointen. Diese sprachungestüme Heiterkeit, die für die nun insgesamt sechs Gedichtbände von Fellner charakteristisch ist, wirft zugleich basale gesellschaftliche Fragen darüber auf, welche Haltung sich gegenüber einer Welt einnehmen lässt, die ihrerseits aus den Fugen zu geraten scheint.“ 

Karin Fellner studierte Psychologie in Konstanz und Literaturwissenschaften in München. Sie ist als Autorin und Schreibcoach sowie als Lyrikvermittlerin tätig und leitet Schreibwerkstätten, unter anderem für das Lyrik Kabinett München. Ihre Gedichte wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis (2005), dem Medienpreis beim Lyrikpreis Meran (2012), der Christian-Ferber Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung (2021) sowie dem Lyrikpreis der Südpfalz (2024).

Jurybegründung Debütpreis

"Lara Rüters Debüt hat die Jury überzeugt durch seine Vielfalt an Formen und Sprachen sowie den Wortwitz und die existenzielle Tiefe, die durch das Flirren hindurchscheint – und nicht zuletzt durch die raffinierten Überblendungen antiker Quellen und Mythen mit Praktiken des Digitalzeitalters."

Lara Rüter wurde 1990 in Hannover geboren und lebt in Leipzig. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie war Preisträgerin für Lyrik beim 26. Open Mike. 2020 erhielt sie den Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik, 2021 den Wolfgang-Weihrauch Förderpreis beim Literarischen März. "amoretten in netzen“ ist ihre erste eigenständige Buchpublikation. 2026 erschien zudem ihr Buch "Affenliebe.“

Lächelnde Frau

Verleihung

Die Preisverleihung findet am Dienstag, 9. Juni 2026, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Villa Clementine statt. Kulturdezernent, Dr. Hendrik Schmehl wird den Preis verleihen. Karin Fellner und Lara Rüter lesen bei der Preisverleihung aus ihren Texten. Der Abend wird musikalisch umrahmt durch Volker Reichl an der Gitarre. Stifterin der Lyrikpreise „Orphil“ ist Ilse Konell, Witwe des 1991 verstorbenen Dichters George Konell, der viele Jahre seines Lebens in Wiesbaden verbrachte.

Veranstalter ist das Kulturamt Wiesbaden.

Auch interessant

Merkliste

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise