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Literaturhaus Villa Clementine

Projekt: Brentano

Das Literatur-Festival "Projekt: Brentano" fand vom 19. September bis zum 21. Oktober 2014 aus Anlass des 50. Todestages des Schriftstellers Bernard von Brentano statt.

Zum 50. Todestag des Schriftstellers und Essayisten Bernard von Brentano widmete sich das Literaturhaus Villa Clementine mit zahlreichen Kooperationspartnern in Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt mit dem "Projekt: Brentano" dem Leben und Werk eines zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Schriftstellers. Im Mittelpunkt des Literatur-Festivals, das vom 19. September bis zum 21. Oktober 2014 stattfand, stand der Roman "Theodor Chindler" aus dem Jahre 1936, der eindrücklich schildert, wie der Erste Weltkrieg eine Familie bis in ihr Innerstes spaltet. Dieser 1936 entstandene und von Thomas Mann hochgelobte Roman Bernard von Brentanos wurde vom Schöffling-Verlag im Herbst 2014 wieder aufgelegt.

Der Schriftsteller Bernard von Brentano (1901 bis 1964) – Nachfahre einer berühmten Familie, deren Name eng mit der Romantik und der Region verknüpft ist - schuf mit seinem Werk ein facettenreiches Bild seiner Zeit. Zunächst Essayist in der Weimarer Republik, verbrachte er seine wichtigste Schaffensphase von 1933 bis 1949 im Schweizer Exil. Danach lebte er bis zu seinem Tode in Wiesbaden.

Das Literaturfestival wurde vom Literaturhaus in Kooperation mit zahlreichen Institutionen in Wiesbaden, Frankfurt und Darmstadt veranstaltet. Hauptförderer war der Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Ein Schriftsteller zwischen Romantik und Moderne

Während des interdisziplinären Festivals waren Lesungen, Filme, Live-Hörspiele, Ausstellungen und Stadtrundgänge zu erleben. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen wurden weitere Werke Brentanos von hochkarätigen Wissenschaftlern und Autoren beleuchtet. Dabei hat man auch kritisch Brentanos politische Ausrichtung zwischen romantischem Weltbürgertum und deutschem Nationalbewusstsein hinterfragt. Zudem sollte die Frage diskutiert werden, wie politisch Literatur sein darf und wie Schriftsteller in der Gesellschaft als Seismographen verhängnisvoller Entwicklungen wirken können.