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Literaturhaus Villa Clementine

Im Kleide der Lulu? "Vom weiblichen Dämon zur selbstbestimmten Frau der Gegenwart"

Am Sonntag, 2. Februar, um 16 Uhr stellen Katharina Adler, Theresia Enzensberger und Thomas Meinecke ihre von Frauen- und Geschlechterbildern des Fin de Siècle inspirierten und eigens für das Jugendstilprojekt des Literaturhauses verfassten Erzählungen vor. Es moderiert Beate Tröger.

Ob Lulu oder Salomé, bis hin zur Maschinen-Maria in "Metropolis": Die Kunst um 1900 reflektiert einen Frauentypus zwischen Kindfrau und aufreizender Femme fatale, der die Männer gewissenlos mit seiner scheinbar unschuldigen Anmut verführt.

Katharina Adler, Theresia Enzensberger und Thomas Meinecke haben sich von solchen Frauen- und Geschlechterbildern des Fin de Siècle inspirieren lassen und für das Literaturhaus Texte entwickelt, die Assoziationsräume schaffen und in der heutigen Zeit verankern.

Über die Autorinnen und den Autor

Katharina Adlers Expertise zur Jahrhundertwende spiegelt sich besonders in ihrem Debütroman "Ida" wider. Darin folgt sie ihrer Urgroßmutter, die als eine der bekanntesten Patientinnen Sigmund Freuds erfolgreich gegen dessen falsche Diagnose kämpft. Katharina Adler forscht nicht nur in der eigenen Familienhistorie, sondern unterfüttert ihren Roman mit einem fundiert recherchierten Zeitbild.

Die Emanzipationsgeschichte einer jungen Frau am Bauhaus erzählt Theresia Enzensberger in ihrem Roman "Blaupause". Sie kennt sich daher nur zu gut mit festgefahrenen Geschlechterbildern im beginnenden 20. Jahrhundert aus und wirft dabei ihren feministischen Blick auf eine männerdominierte Gesellschaft.

Thomas Meinecke beschreibt sich selbst als "feministischer Autor" und behandelt in seinem Werk Themen wie Gender, Weiblichkeit und Identität. So geht es in einem seiner bekanntesten Romane, "Selbst", etwa um das schrillbunte Leben einer Mädchen-WG im Zerrspiegel des eigenen Geschlechts.