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Stadtlexikon Wiesbaden

Koch, Carl

Montangeologe, Paläontologe, Zoologe

geboren: 1. Juni 1827 in Heidelberg
gestorben: 18. April 1882 in Wiesbaden


Details

Carl Jacob Wilhelm Ludwig Koch besuchte in Heidelberg das Gymnasium und begann 1846 ebenfalls dort das Studium der Naturwissenschaften. 1848 wechselte er an die Universität Marburg und schloss 1850 sein Studium an der Universität Gießen ab. Anschließend konzentrierte er sich auf den Bergbau, insbesondere Gips- und Silberbergbau (am Neckar und im Schwarzwald).

Koch heiratete die Tochter des Besitzers der Burger Eisenwerke bei Herborn, Lahn- Dill- Kreis, und musste damit entsprechende Aufgaben im Bergbau und bei der Verhüttung übernehmen (Roteisenerzbergbau; Hochofen von Oberscheld). Hier war er zwölf Jahre lang beschäftigt.

Aufgrund einer schweren Absatzkrise im Bergbau musste er sich anderen Tätigkeiten zuwenden und beschäftigte sich zunächst mit Fledermäusen und Spinnen, die er im Untertagebergbau kennen gelernt hatte und über die er Monographien verfasste. Er lehrte an der Bergschule in Dillenburg und ging schließlich als Lehrer für Naturwissenschaften und Mathematik nach Frankfurt.

Ab 1872 lehrte er auch am Hof Geisberg (Landwirtschaftliche Schule Hof Geisberg) und am Institut Fresenius (Chemisches Laboratorium Fresenius) in Wiesbaden. Als Landesgeologe für den Regierungsbezirk Wiesbaden kartierte er 17 Kartenblätter 1: 25 000, vor allem Taunus und Taunusvorland, und schuf damit unter anderem die Grundlagen für die Wasserversorgung der Stadt Wiesbaden durch Tiefstollen.

Ab 1880 war er Sekretär des Nassauischen Vereins für Naturkunde und Museumsinspektor in Wiesbaden.

Im Nerotal erinnert das Carl-Koch-Denkmal an den früheren Landesgeologen.

Literatur