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Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

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Das Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden wurde 1958 aus zwei bis dahin eigenständigen Klangkörpern gebildet: dem Orchester des Theaters, das Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet wurde, 1842 die aufgelöste Biebricher Hofkapelle aufnahm und zuletzt 76 Musiker umfasste, sowie dem Städtischen Kur- und Sinfonie-Orchester, welches 1872 als Kur- und Ballorchester ins Leben gerufen wurde, mit 48 Musikern. Es erhielt 90 feste Stellen und tritt seitdem nicht nur als Begleitorchester bei Theaterveranstaltungen (Oper, Ballett, Schauspiel) in Erscheinung, sondern gestaltet auch in der Tradition des Städtischen Kur- und Sinfonie-Orchesters mehrmals pro Jahr sinfonische Konzerte. Dabei ist auch der Chor der Stadt Wiesbaden beteiligt. Eine eigene Kammermusikformation nutzt das Foyer des Staatstheaters, lässt sich aber auch im thalhaus im Nerotal hören. Während der Amtszeit von Oleg Caetani wurde das Orchester tarifrechtlich aufgewertet zur Gruppe A. Derzeit besteht das Orchester aus 78 Stellen.

Besonders wichtig ist den Musikern der Kontakt zu jungen Menschen. Neben speziellen Jugendkonzerten gibt es die überaus erfolgreichen Veranstaltungen »Spiel und Musik« und schon dreimal fand das Projekt »move@school« statt.

Generalmusikdirektoren und ihre Amtszeiten waren: Karl Elmendorff (1952–56), Arthur Apelt (1956–58), Wolfgang Sawallisch (1958–60), Heinz Wallberg (1961–73), Siegfried Köhler (1974–88), Ulf Schirmer (1988–92), Oleg Caetani (1992–95), Jonathan Nott (1995–1996), Toshiyuki Kamioka (1996–2004), Marc Piollet (2004–12), Zsolt Hamar (2012–16).

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