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Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden

Wiesbaden würdigt das Engagement von LSBT*IQ-Gruppen beim Regenbogenempfang im Rathaus

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und Bürgermeisterin Christiane Hinninger haben das Engagement von Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern für die Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBT*IQ) gewürdigt.

Zum traditionellen Regenbogenempfang im Rathaus waren am Freitag, 22. Mai, Gäste aus LSBT*IQ-Community, Stadtpolitik und Zivilgesellschaft geladen. Die Veranstaltung stimmt jedes Jahr auf den Christopher Street Day in der darauffolgenden Woche ein.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende: „Es braucht Menschen, die sich einbringen, die Haltung zeigen und die eine vielfältige Gesellschaft als ein bewahrenswertes Gut betrachtet. Je mehr von uns diese Überzeugung nach außen leben, desto weniger geben wir Ausgrenzung und Feindseligkeit eine Chance.“

Im Rahmen einer im vergangenen Jahr durchgeführten Erhebung wurden Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche und queere Menschen in Wiesbaden zu ihren Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen sowie zu ihrem Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich LSBT*IQ in Wiesbaden in der Mehrheit sicher fühlen. Gleichzeitig berichtete eine große Zahl der Befragten von negativen Erfahrungen im öffentlichen Raum. Dazu gehören Anstarren oder abwertende Kommentare, Beschimpfungen und Bedrohungen. In einzelnen Fällen kam es sogar zu körperlichen Übergriffen.

Bürgermeisterin Christiane Hinninger: „Auch wenn sich homofeindliche oder transfeindliche Straftaten nur selten im Polizeibericht finden, so gilt doch: Jeder Fall von Gewalt und Diskriminierung gegen Angehörige sexueller und geschlechtlicher Minderheiten ist einer zu viel. Leider wenden sich nur die wenigsten Betroffenen nach solchen Erlebnissen an die Polizei oder an Beratungsstellen. Das wollen wir ändern. Niemand soll mit solchen Erfahrungen allein bleiben. Wer beleidigt, bedroht oder angegriffen wird, muss wissen, dass es Unterstützung gibt und Vorfälle ernst genommen werden.“

Konkret will der Magistrat die Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Westhessen intensivieren. Ein Beispiel dafür war die Sprechstunde „Gemeinsam. Sicher. Queer.“ in der vergangenen Woche im Rathaus. Ratsuchende konnten mit der LSBTIQ-Koordinierungsstelle und den LSBTIQ-Ansprechpersonen der Polizei Gespräche führen, Fragen stellen und mehr über konkrete Unterstützungsangebote erfahren.

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Aidshilfe Wiesbaden e.V. richtete der Gründer und Vorsitzende Hans A. Kloos einige Worte an die Anwesenden des Regenbogenempfangs. Ein musikalischer Beitrag des queeren Chors „Die Uferlosen“ beendete den offiziellen Teil.

Der Regenbogenempfang fand erstmals 2019 statt und bietet seither den ganzjährig ehrenamtlich Aktiven aus Vereinen und Initiativen einen besonderen Rahmen für Vernetzung und Austausch. 


Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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