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Leben in Wiesbaden

Friedhof Rambach

Am Rambacher Friedhof
65207 Wiesbaden-Rambach
  • besteht seit zirka 1902
  • Fläche: 8.000 Quadratmeter
  • Busanbindung: Linie 16
  • Haltestelle: Ostpreußenstraße
  • Grabarten: Erdwahlgräber, Erdreihengräber, Urnenwahlgräber, Urnenreihengräber, Kinderreihengräber

Der Friedhof Rambach befand sich ursprünglich mitten im Dorf an der heutigen Kirche am gleichnamigen Kirchweg. Hier soll sich vormals ein römisches Kastell befunden haben. Nachdem die Kirche 1898 neu erbaut worden war - eine kleine baufällige Kapelle musste damals ersetzt werden - wurde der Friedhof auf den Süd-West-Hang des Kitzelberges verlegt. Das Land mit der Flurbezeichnung "Wingert" bot sich dafür an, da es steil und steinig ist und anderweitig schlecht genutzt werden konnte. Die Rambacher Familien hatten die Möglichkeit, Anteile am Areal zu kaufen. Damit konnte die Herrichtung des Friedhofs teilweise finanziert werden. Die Eigentümer dieser Anteile und deren Nachkommen sind daher Grundbesitzer der Grabflächen. Eine besondere Grabstätte befindet sich unterhalb der alten Leichenhalle. Hier wurde der beliebte Lehrer Doderer zirka 1910 beigesetzt. Viele Familien waren dem Lehrer sehr verbunden. Er vermittelte seinen Schülern außergewöhnlich viel Lehrstoff, was dazu führte, dass seine Schüler bei ihren späteren Lehrmeister in der Ausbildung einen guten Ruf genossen. Über der Gruft des Lehrers befindet sich ein menschengroßer, sitzender Engel aus weißem Marmor. Die Angehörigen des Lehrers waren später nicht mehr in Rambach ansässig, so dass der Engel nicht mehr regelmäßig von Algen gereinigt wurde. Bei einem Ehemaligentreffen haben sich einige seiner früheren Schüler dazu entschlossen, dass immer einer aus ihren Reihen dafür sorgen wird, den Marmorengel zu pflegen. Bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg traf eine Luftmine etwa 70 Meter nordöstlich hinter dem Friedhof auf. Der Luftdruck hat einerseits die Waldbäume zu Fall gebracht und andererseits alle Grabmale umgeworfen. Lange Zeit zeugten die Beschädigungen an den Grabmalen durch herumliegende Steine von dem Angriff auf Rambach.

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