Eine gemeinsame Veranstaltung für die Kultur in Schulen
Lehrkräfte vernetzen sich für kulturelle Bildung im Heimathafen.
Für den 9. Juni hatte der Kulturbeirat zu einem Netzwerktreffen für "kulturelle Bildung im Ganztagsprogramm" eingeladen. Das erklärte Ziel, das Netzwerk von Kulturschaffenden, engagierten Lehrkräften und Stiftungen oder Fördereinrichtungen zu stärken, wurde an dem Abend im prall gefüllten Schwurgerichtssaal klar erreicht.
Anlässlich des im kommenden Schuljahr startenden"Pakts für den Ganztag" war das zentrale Thema des Netzwerktreffens die Frage, wie kulturelle Bildung oder Kultur im Allgemeinen in das Ganztagsprogramm stärker und dauerhaft an Schulen integriert werden kann. Dafür gab es Beiträge von Thomas Langenfeld und Nina Hahn (beide Referat Kulturelle Bildung des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen), von Michael Schmitt (Serviceagentur Ganztag Hessen) von Thomas Klotz (Profilschule für Kulturelle Bildung, Theodor-Fliedner-Schule), von Tatjana Schneider (Fachberaterin für Kulturelle Bildung) und Alexander Pfeiffer (Leiter der Schreibwerkstatt „Die Schreibwütigen) sowie der George-Konell-Preisträgerin 2025 Ellen Benner. Der Abend wurde von Dr. Helmut Müller, dem Vorsitzenden des Kulturbeirats, moderiert.
"Wir hoffen, dass mit dem Anlass des sich erweiternden Ganztags an Schulen auch die kulturelle Bildung an Schulen richtig ins Rollen kommt", zeigt sich Dr. Müller erfreut über die positive Resonanz. "Für Kinder und Jugendliche – und auch für die Lehrerinnen und Lehrer – ist die Entwicklung zum Ganztag eine große Chance, die es zu nutzen gilt."
Drei formulierte Wünsche oder Vorschläge lassen sich als Kernpunkte der Diskussion festhalten:
- Die stärkere Unterstützung und Vernetzung bei der Beantragung von Fördermitteln für kulturelle Bildung an Schulen
- Eine stärkere Verankerung von Kultur im Ganztagsprogramm in Wiesbaden
- Eine gemeinsame Veranstaltung zur Präsentation von Projekten kultureller Bildung an Wiesbadener Schulen
Das Netzwerktreffen soll verstetigt werden und mindestens einmal im Jahr weiter stattfinden. "Wir laden alle interessierten Lehrkräfte, Kulturschaffenden, Schulen, Eltern, Stiftungen und Unterstützer ein, an diesem Netzwerk teilzuhaben", so Müller abschließend.