Ein perfekte Wochenende in Wiesbaden
So könnte es aussehen!
Ein perfektes Wochenende - jetzt auch als PDF
Das perfekte Wochenende in Wiesbaden gibt es jetzt auch als PDF! Entdeckt Wiesbadens Highlights im Schlendermodus.
Freitag - lassen wir uns vom Belle Epoque-Charme verzaubern
- Erstmal im Hotel (Öffnet in einem neuen Tab) einchecken, Koffer loswerden und mit einem guten Mittagessen ins Wiesbaden-Wochenende starten! Das Restaurant Chez Mami (Öffnet in einem neuen Tab) verwöhnt Euch im Pariser Bistro-Style mit französischer Küche auf weißen Tischdecken, das kleine Lokal Hindukusch (Öffnet in einem neuen Tab) serviert authentische afghanische Küche und Karim's Brasserie (Öffnet in einem neuen Tab) nimmt Euch mit Tajine, Falaffel und Couscous nach Marokko.
- Erster Stopp ist der Kochbrunnen am gleichnamigen Platz - die bekannteste und mit 66 Grad Celsius heißeste der 26 Thermalquellen der Stadt. Das Natrium-Chlorid-Wasser der Quelle schmeckt salzig und etwas gewöhnungsbedürftig, soll aber heilend bei Hauterkrankungen, rheumatischen Beschwerden oder Problemen des Bewegungsapparates wirken. Im 19. Jahrhundert war der Kochbrunnenplatz übrigens ein pulsierendes Zentrum der Kurstadt - mit eleganter Wandel- und Trinkhalle sowie luxuriösen Grandhotels wie dem "Schwarzen Bock" oder dem "Palast-Hotel", unserem nächsten Stopp.
- Noch heute ist das Palast-Hotel im eleganten Belle‑Époque‑Stil mit seiner geschwungenen Fassade und seinen Jugendstilelementen ein echter Hingucker. Im Innenhof - den Ihr Euch ansehen könnt - erinnert ein pavillonartiger Wintergarten mit Terrasse, Brunnen und Jugendstilverglasung an seine glanzvolle Vergangenheit. Hier waren schon so illustre Gäste wie Tenor Enrico Caruso zu Gast. Heute befinden sich in dem 1902 errichteten Gebäude Wohnungen (in den 70er Jahren Sozialwohnungen), Büros und die Kleinkunstbühne kuenstlerhaus43 (Öffnet in einem neuen Tab), die immer einen Besuch wert ist!
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Weiter geht es zur eleganten Taunusstraße - eine der besterhaltenen Straßen der Stadt. Da die Taunusstraße wegen ihrer zentralen Lage viele Kurgäste anzog, wurden hier zahlreiche Hotels gebaut. Heute reiht sich dort ein Antiquitätengeschäft an das andere, es gibt viele Restaurants und nette Bars. Sehr beliebt ist das Taunusstraßenfest, dass alljährlich im August gefeiert wird.
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Schlendern wir weiter zum Kurhaus, dem Wahrzeichen Wiesbadens! Der imposante Bau wurde auf Initiative von Kaiser Wilhelm II. erbaut, der hier oft zur Kur weilte. Eröffnet wurde es 1907. Die Inschrift "AQUIS MATTIACIS" am Portikus - zu Deutsch "den Wassern der Mattiaker" - erinnert an den germanischen Stamm der Mattiaker, die die heißen Quellen bereits nutzten.
Im eleganten Foyer, das frei zugänglich ist, stehen unter der 21 Meter hohen Kuppel, vor den vier Wandpfeilern überlebensgroße Kopien antiker griechischer Gottheiten, die verschiedene Tugenden versinnbildlichen:
Außerdem gibt es im Kurhaus wunderschöne Säle wie den nach dem Architekten des Kurhauses benannten Friedrich-von-Thiersch-Saal, in dem Konzerte veranstaltet werden und den Muschelsaal, der bei Führungen (Öffnet in einem neuen Tab) besichtigt werden kann. Außerdem ist im Kurhaus die Spielbank Wiesbaden (Öffnet in einem neuen Tab) untergebracht - eine der schönsten und ältesten Europas. Hier soll sich der Dichter Dostojewski im Roulette ruiniert haben, was ihn zu seinem Roman "Der Spieler" inspirierte. Seine Büste steht im Kurpark, der sich direkt an das Kurhaus anschließt. Hier lässt es sich wunderbar flanieren und auf dem Kurparkweiher Bötchen fahren!Athena – Göttin der Weisheit, mit Helm und Speer
Eirene mit dem Knaben Pluto – Repräsentantin von Frieden und Reichtum, mit Füllhorn
Apoll – Schutzgott der Künste, mit Harfe
Äskulap – Gott der Heilkunst und Gesundheit - Nach einer Pause im Hotel starten wir in den Nachmittag und gleich auch in den Abend - die Nerostraße im beliebten Bergkirchenviertel ist der perfekte Ort dafür! Wer Lust auf richtig guten Kaffee und eventuell Kuchen hat, ist bei Dales Cake (Öffnet in einem neuen Tab), THE FRIDAY Cupping Room (Öffnet in einem neuen Tab) oder bei der KAUFMANNS Kaffeerösterei (Öffnet in einem neuen Tab) ums Eck richtig. Schaut unbedingt bei Pottery & Gallery Ile 22 (Öffnet in einem neuen Tab) vorbei - hier findet Ihr wunderschöne Wiesbaden Souvenirs! Handverlesene Weine und nette Kleinigkeiten gibt's direkt nebenan in der Weinbar Nero22 (Öffnet in einem neuen Tab). Super Pizza bekommt Ihr in der Pizzeria De Paola (Öffnet in einem neuen Tab) und wer Lust auf zünftige hessische Küche in ebensolcher Atmosphäre hat, wird bei Kortheuer (Öffnet in einem neuen Tab) fündig. Ebenfalls nett: das Bistro Filou (Öffnet in einem neuen Tab) mit mediterraner Küche, Urlaubsstimmung inklusive!
Quellgeflüster-Tipp: Mit der App Future History (Öffnet in einem neuen Tab) könnt Ihr auf eigene Faust auf Zeitreise durch Wiesbaden gehen. Mit Audios und Vergleichsbildern von früher könnt Ihr den Aufstieg Wiesbadens zur Weltkurstadt miterleben. Die virtuelle Tour kostet 4,99 Euro.
Samstag - mitten rein ins Leben
- Frühstück gibt es heute nicht im Hotel, sondern im "Wohnzimmer Wiesbadens", dem Café Maldaner (Öffnet in einem neuen Tab), das seine Gäste schon seit über 150 Jahren in schönster Wiener Caféhaus-Tradition verwöhnt. Das Frühstück wird von livrierten Kellnerinnen und Kellnern an den Tisch gebracht und stilecht auf Etageren präsentiert. Hier findet Ihr auch feinste Pralinen und Macarons für die Lieben daheim. Unbedingt und rechtzeitig reservieren!
- Heute ist Markttag in Wiesbaden. Auf dem Dern'schen Gelände laden die Stände mit Obst, Gemüse, Blumen, Backwaren und Spezialitäten zum Bummeln ein. Werft unbedingt auch einen Blick in die Marktkirche, das höchste Gebäude Wiesbadens, das wegen seiner Bedeutung auch häufig als "Nassaus Dom" bezeichnet wird.
Quellgeflüster-Tipp: Das Glockenspiel der Marktkirche - das Carillon - kann mit seinen 49 Bronzeglocken von Hand bespielt werden. Deswegen lohnt es sich besonders hinzuhören, wenn die Kantoren der Marktkirche Thomas J. Frank oder Hans Uwe Hielscher samstags zur Marktzeit - von 12.05 Uhr bis 12.30 Uhr - das Carillon zum Klingen bringen!
- Einen Abstecher müsst Ihr unbedingt in die traditionelle Confiserie Kunder (Öffnet in einem neuen Tab) machen, die die berühmten Original-Ananastörtchen (Öffnet in einem neuen Tab) in feinster Handwerkstradition herstellen und die ein Muss bei einem Wiesbaden-Besuch sind.
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Lust auf eine Pause? In der Mauergasse gleich um die Ecke des Marktes warten zahlreiche Bars und Cafés zum Entspannen und "Wiesbadener schauen" auf Euch - wie die italienischen Bar sbagliato (Öffnet in einem neuen Tab), die Weinbars von Laqaui (Öffnet in einem neuen Tab) oder Balthasar Ress (Öffnet in einem neuen Tab). Alle bieten Kleinigkeiten zum Essen an. Absolutes MUSS ist ein Besuch vom Interior Design-Laden drinneN (Öffnet in einem neuen Tab)!
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Gut gestärkt geht es jetzt zum "schrägsten Wahrzeichen Wiesbadens" - der Nerobergbahn, die ihre Gäste schon seit 1888 auf Wiesbadens beliebten Hausberg bringt. Der rund 30-minütige Spaziergang lohnt sich schon allein deshalb, weil er entlang der Nerotalanlagen führt, an dessen Rand wunderschöne Villen stehen. Die Neroberbahn ist eine von nur noch vier wasserbetriebenen Standseilbahnen weltweit – und noch im Originalzustand erhalten. Sie fährt von April (meistens ab Karfreitag) bis Anfang November montags bis sonntags von 9 bis 19 Uhr. In dreieinhalb Minuten seid Ihr oben!
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Auf dem Neroberg wird jede Menge geboten: Der Monopteros ist DAS Fotomotiv in Wiesbaden - vor allem bei Hochzeiten. Von der Löwenterrasse oder der Weinbar Chateau Néro (Öffnet in einem neuen Tab) habt Ihr den vielleicht schönsten Blick über Wiesbaden.
Quellgeflüster-Tipp: Der Neroberg ist einer der wenigen innerstädtischen Weinberge Deutschlands und wird seit 500 Jahren mit dem für die Region so typischen Riesling bewirtschaftet. Bei einer geführten Weinprobe (Öffnet in einem neuen Tab) könnt Ihr diesen direkt im Weinberg verkosten!
- Lust auf Kultur? Hier habt Ihr die Qual der Wahl: Das Hessische Staatstheater Wiesbaden (Öffnet in einem neuen Tab) bietet als Vier-Sparten-Haus ein hochkarätiges Programm - ein Besuch lohnt sich aber fast schon allein, weil man die Pause im barocken Foyer des Theaters verbringt, das seinesgleichen sucht! Darüber hinaus gibt es in Wiesbaden eine sehr lebendige Kleinkunst-Szene. Stöbert gleich in den Programmen der Kammerspiele Wiesbaden (Öffnet in einem neuen Tab), vom Theater im Pariser Hof (Öffnet in einem neuen Tab) oder vom kuenstlerhaus43 (Öffnet in einem neuen Tab), das auch ein unterhaltsames Dinner-Theater anbietet. Außergewöhnlich ist ein Besuch im etwas außerhalb gelegenen Velvets Theater (Öffnet in einem neuen Tab), ein Schwarzes Theater, das Klassiker wie "Der kleine Prinz" auf die Bühne bringt. Wer mehr Lust auf Kino hat, dem legen wir die Caligari FilmBühne (Öffnet in einem neuen Tab) ans Herz, ein Programmkino, das in wunderschöner Art Déco-Atmosphäre ausgewählte Filme zeigt.
- Vorher und/oder hinterher solltet Ihr unbedingt noch in der Oberen Webergasse vorbei schauen, wo sich die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener gerne tummeln. Super Pizza gibt es beim Casa delle Olive (Öffnet in einem neuen Tab), die Ihr Euch auch in die Weinod Vinothek & Weinbar (Öffnet in einem neuen Tab) bestellen könnt. Sehr schön ist auch die Weinbar Wine in the Hood (Öffnet in einem neuen Tab), die leckere Käse- und Schinkenplatten und natürlich ebenfalls beste Weine anbietet. Im Sommer spielt sich in der Oberen Webergasse alles draußen ab!
Sonntag ist Museumstag!
- Nach dem Frühstück geht es ins Museum - zum Beispiel ins Museum Wiesbaden (Öffnet in einem neuen Tab), das als Landesmuseum Hessens neben einer umfassenden Kunstsammlung eine außergewöhnliche naturhistorische Sammlung zeigt. Diese steht ganz unter dem Motto "Die Ästhetik der Natur" und zeigt, was für eine kreative Energie und ästhetischen Geist die Natur hat! Ein weiteres Highlight ist die umfangreiche Jugendstilsammlung mit 500 Gemälden und Objekten, die Euch mit auf eine Zeitreise nimmt. Im Interview (Öffnet in einem neuen Tab) könnt Ihr nachlesen, was Ihr auf keinen Fall verpassen dürft.
- Einen (weiteren) Besuch lohnt das direkt neben dem Museum gelegene Museum Reinhard Ernst (Öffnet in einem neuen Tab) (mre) - wenn Ihr beide besichtigen wollt, solltet Ihr das Partnerschaftsticket (Öffnet in einem neuen Tab) nutzen. Das Museum wurde 2024 eröffnet. Der außergewöhnliche Museumsbau von Star-Architekt Fumihiko Maki, zu dem eigene Führungen angeboten werden, beherbergt Abstrakte Kunst aus der Sammlung des Stifters Reinhard Ernst. Die Führung "Alles Kunst" (Öffnet in einem neuen Tab) bietet eine Übersicht über die Sammlung und aktuellen Sonderausstellungen.
- Ein paar Meter weiter liegt das Literaturhaus Villa Clementine (Öffnet in einem neuen Tab), in dem schon Szenen für den Film "Die Buddenbrocks" gedreht wurden und das tolle Lesungen anbietet. An einigen Samstagen und Sonntagen (Öffnet in einem neuen Tab) steht die Beletage von 13 bis 18 Uhr für Euch offen. Hier könnt Ihr die wunderschöne Gründerzeitvilla bestaunen, in der Büchertauschstelle stöbern, eine Weile lesend verbringen und Euch mit Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen.
- So viel Kunst macht hungrig! In der kultigen Pizzeria Tutti Frutti (Öffnet in einem neuen Tab) genießt Ihr - im Sommer unter den Bäumen - mit Blick auf die benachbarten Villen die vielleicht beste Pizza Wiesbadens.
Wir wünschen Euch eine gute Heimreise und kommt bald wieder!















