Wiesbaden testet intelligente Lösung für Lieferzonen im europäischen Innovationsprogramm „Raptor“ 2026
Die Landeshauptstadt Wiesbaden gehört zu den 14 europäischen Städten, die im Rahmen des Innovationsprogramms „Raptor“ 2026 (Rapid Applications for Transport) von EIT Urban Mobility innovative Mobilitätslösungen unter realen Bedingungen erproben. Gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Dencity France wird Wiesbaden in den kommenden Monaten eine intelligente Lösung zur Analyse und Optimierung der Nutzung von Lieferzonen im Stadtgebiet testen.
Ziel des Pilotprojekts ist es, belastbare Daten über die Nutzung bestehender Lieferzonen zu gewinnen. Dabei werden unter anderem Auslastung, Nutzungszeiten, Fahrzeugtypen sowie mögliche Fehlbelegungen erfasst und ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Stadt dabei unterstützen, ihre Logistikflächen datenbasiert weiterzuentwickeln und den Wirtschaftsverkehr effizienter zu gestalten.
„Eine funktionierende urbane Logistik ist ein wichtiger Baustein für eine lebenswerte und wirtschaftlich starke Stadt. Mit der Teilnahme am ‚Raptor‘-Programm erhält Wiesbaden die Möglichkeit, innovative Technologien unter realen Bedingungen zu testen und Erkenntnisse für die zukünftige Gestaltung unserer Lieferzonen zu gewinnen“, erklärt Verkehrsdezernent Andreas Kowol.
Der Pilot konzentriert sich zunächst auf bestehende Lieferzonen in der Wiesbadener Innenstadt. Auf Basis der erhobenen Daten sollen Nutzungsmuster sichtbar gemacht und Handlungsempfehlungen für die Optimierung des bestehenden Netzes entwickelt werden. Darüber hinaus kann das Projekt Hinweise darauf liefern, an welchen Standorten künftig zusätzlicher Bedarf für Lieferzonen besteht.
Die Teilnahme an „Raptor“ unterstreicht Wiesbadens Engagement für eine intelligente, digitale und nachhaltige Mobilitätsentwicklung. Das Programm bringt europäische Städte mit innovativen Start-ups und kleinen sowie mittleren Unternehmen zusammen, um praxisnahe Lösungen für lokale Mobilitätsherausforderungen innerhalb von sechs Monaten zu entwickeln und zu erproben. Die diesjährigen Projekte befassen sich unter anderem mit Elektromobilität, urbaner Logistik, Verkehrssicherheit, öffentlichem Nahverkehr sowie datenbasierten Entscheidungsprozessen.
Die Pilotphase läuft von Juli bis Dezember 2026. Während dieses Zeitraums arbeiten die Landeshauptstadt Wiesbaden und Dencity France eng zusammen, um die Lösung unter realen Bedingungen zu testen und ihre Praxistauglichkeit zu bewerten. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für zukünftige Entscheidungen im Bereich der urbanen Logistik und der effizienten Nutzung des öffentlichen Straßenraums dienen.
Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.