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Mittelstufenschule

Die Mittelstufenschule ist eine noch recht junge Schulform in Hessen. Im Schulamtsbezirk der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Rheingau-Taunus-Kreises ist die Mittelstufenschule Dichterviertel die bislang einzige Mittelstufenschule.

Die Mittelstufenschule kann von Grundschulabgängern mit Realschulempfehlung, aber auch von Schülerinnen und Schülern mit Gymnasial- und Hauptschulempfehlung angewählt werden. Sie beginnt mit der dreijährigen Aufbaustufe, die die Klassen 5 bis 7 umfasst.

Längeres gemeinsames Lernen ermöglicht dem Kind, ohne Druck seine individuellen Potenziale zu entfalten und gibt Raum zur Entwicklung von Methodenkompetenzen, die eine Grundlage für erfolgreiches Lernen bieten. Alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs werden gemeinsam unterrichtet, wobei sich die Klassengrenze bei höchstens 27 Schülern bewegt. Ein "Sitzenbleiben" gibt es in der Aufbaustufe nicht.

Der Unterricht findet in den Kernfächern und in verschiedenen Lernbereichen statt. Die Schwerpunktsetzung liegt bei den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch mit jeweils fünf Wochenstunden. Dazu kommt der Unterricht in den Lernbereichen Gesellschaftswissenschaften (Geschichte, Erdkunde, Politik und Wirtschaft), Naturwissenschaften (Biologie, Physik, Chemie) und ästhetische Bildung (Kunst, Musik) sowie in Sport, Religion / Ethik und Arbeitslehre.

Nach der 7. Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler den mittleren Bildungsgang oder den praxisorientierten Bildungsgang.

Mittlerer Bildungsgang, Klassen 8 bis 10

Dieser Bildungsgang endet mit der Jahrgangsstufe 10 und führt zum Erwerb des einfachen oder des qualifizierenden Realschulabschlusses.

Ab der Klasse 8 wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, mit dem Fach Spanisch eine zweite Fremdsprache zu erlernen. Wichtig ist hierbei, den Jugendlichen die Anschlussmöglichkeit an weiterführende Schulen zu erleichtern und damit auch den Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife zu ermöglichen. Auch im mittleren Bildungsgang legt man großen Wert auf die berufliche Orientierung. Die Schülerinnen und Schüler besuchen an einem Tag pro Woche den berufsbezogenen Unterricht der beruflichen Schulen. In Orientierungs- und Vertiefungsphasen erhalten die Jugendlichen in den drei Fachrichtungen Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Sozialwesen vielfältige Einblicke in die Berufswelt. Zudem lernen sie die weiterführenden Schulen, wie die Fachoberschulen oder die Beruflichen Gymnasien, kennen.

Praxisorientierter Bildungsgang, Klassen 8 bis 9

Dieser Bildungsgang führt mit dem Schwerpunkt einer berufs- und praxisorientierten Ausrichtung zum Hauptschulabschluss.

Ab der Klasse 8 besuchen die Jugendlichen an einem Tag in der Woche den berufsbezogenen Unterricht an den beruflichen Schulen. Dort werden Schwerpunkte in den drei Fachrichtungen Wirtschaft, Technik sowie Gesundheit und Sozialwesen angeboten, welche die Schülerinnen und Schüler gezielt auf die abschließende Projektprüfung in Klasse 9 vorbereitet. In kleinen Klassen mit höchstens 20 Schülerinnen und Schülern werden die Jugendlichen im allgemeinbildenden Unterricht in den Kernfächern zu den zentralen Abschlussarbeiten geführt. Verschiedene Lernbereiche sorgen dafür, dass die Berufsorientierung stets im Blickfeld bleibt.

Leistungsstarken Schülerinnen und Schülern wird mit dem Erreichen des qualifizierenden Hauptschulabschlusses der Weg zum Realschulabschluss ermöglicht.


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