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Stadtporträt

Karlsbader Patenschaft

Nach einem entsprechenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung wurde am 19. März 1953 von der Landeshauptstadt Wiesbaden die Patenschaft über die Karlsbader, die durch die Ereignisse im letzten Kriegsjahr 1945 ihre Heimatstadt verlassen mussten, übernommen.

Wissenswert

Der Ruf Karlsbads als Kurstadt lockte seit dem Spätmittelalter eine steigende Anzahl von Kurgästen an, darunter viele prominente Persönlichkeiten aus aller Welt. Bereits im Jahre 1520 wurde das Rathaus auf dem Marktplatz errichtet. Die älteste Kirche mit ummauertem Friedhof ist erstmals 1485 urkundlich erwähnt. Um 1500 wurde das Andreas-Kirchlein erbaut und der herrliche Barockbau der Stadtpfarrkirche von Kilian Ignaz Dientzenhofer in den Jahren von 1732 bis 1736 errichtet.

Die kurstädtische Entwicklung nahm seit dem 18. Jahrhundert ihren Aufschwung. Hatte zuvor jedes Haus sein Badestüblein, wurden nun große Badeanstalten errichtet. Im Jahre 1938 hatte Karlsbad 16 Heilquellen und verfügte über sechs Badeanstalten mit Sprudel-, Dampf-, Moor- und Kohlensäurebädern sowie verschiedenen dominierenden Kureinrichtungen.

Der Ursprung Karlsbads beruht auf seinen heilkräftigen Thermen. Obwohl diese bereits auch den Römern bekannt gewesen sein durften, begann die aus schriftlichen Quellen abzulesende Geschichte der Kurstadt erst ab dem 14. Jahrhundert. Als Gründer des Kurortes gilt Kaiser Karl IV. (1346 bis 1378), nach dem die Stadt benannt ist.

Mit der Patenschaft drückt die Stadt Wiesbaden ihre Verbundenheit zu der traditionsreichen Weltkur- und Weltbadestadt Karlsbad aus, die heute rund 50.000 Einwohner zählt.

Als Zeichen ihrer Verbundenheit zu Karlsbad hat die Stadt Wiesbaden gleichzeitig mit der Übernahme der Patenschaft einen Platz im Rheingauviertel in "Karlsbader Platz" benannt. (Öffnet in einem neuen Tab)

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