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Leben in Wiesbaden

Willkommen in Medenbach

Ein lebendiges Dorf, umrahmt von abwechslungsreicher Landschaft mit Wald, Ackerland und Streuobstwiesen.

Für seine 2470 Einwohner (Stand Juni 2020) ist Medenbach attraktiv durch vielseitige Landschaften, eine lange zurückreichende Dorfgeschichte sowie durch aktives und lebendiges Dorfleben.

Die abwechslungsreiche Landschaft, die Medenbach einschließt, begrenzt im Norden die Wohnbebauung durch einen hauptsächlich aus Buchen und Eichen bestehenden alten Waldbestand. Dieser Wald setzt sich im Osten bis zum Gewerbegebiet "An den drei Weiden" fort. Er wird durch die Autobahn A3 unterbrochen. Im Süden und Westen des Siedlungsgebietes liegen ausgedehnte Acker- und Wiesenflächen, die heute noch landwirtschaftlich genutzt werden.

Malerisch im alten Ortskern gelegen ist die evangelische Dorfkirche. Sie wurde bereits im Jahre 1107 von Bischof Hartberg von Brandenburg geweiht und von den Äbten Dietrich von Sankt Alban und Burchard von Sankt Jacob in Mainz mit einer Hube (ca. 7,5 ha) ausgestattet. Wahrscheinlich war sie St. Ursula geweiht. Seit 1531 wurde evangelisch gepredigt. Die im Dreißigjährigen Krieg bis auf die Umfassungsmauern zerstörte Kirche wurde bereits 1670 wieder aufgebaut. Um 1714 wurde sie erhöht, die glockenförmige Haube errichtet und Kanzel, Beichtstuhl/Pfarrstuhl sowie die Emporen im Barockstil eingebaut. Nach umfangreichen Erneuerungsarbeiten am Gebäude und Außengelände im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts ist das alte Wahrzeichen des Dorfes einen Besuch wert.

Die Ikone des „Heiligen Nikolaus von Medenbach“ wurde 2007 in der Medenbacher Gemarkung gefunden. Es handelt sich um eine 200 Jahre alte Reiseikone des Heiligen Nikolaus aus Bronzeguss mit Resten der Vergoldung.

1814 waren in Medenbach Kosaken einquartiert, die an Fleckfieber oder Typhus gestorben, an der Kirchhofsmauer mit ihrer Ikone beigesetzt wurden. Sie hatten den preußischen Truppen nach der Völkerschlacht von Leipzig geholfen, Napoleon immer weiter bis auf die andere Rheinseite zurückzudrängen.

Die Autobahnkirche Medenbach, an der A3 in Höhe von Wiesbaden, auf der Tank- und Rastanlage Medenbach West gelegen, ist die erste Autobahnkirche Hessens (Fahrtrichtung Frankfurt). Sie wurde am 30.3.2001 eingeweiht und konnte durch eine Stiftung errichtet werden. Der signifikante Baukörper soll Neugier wecken. Der Innenraum bietet eine zur Besinnung anregende Atmosphäre – im Gegensatz zur Hektik und Unruhe der Autobahn. Die Autobahnkirche ist ganzjährig Tag und Nacht geöffnet. Mindestens einmal im Monat findet eine Andacht statt. Besucher können zu verschiedenen Anlässen mit einem „ökumenischen Reisesegen“ gestärkt ihre Fahrt fortsetzen. An einem besonderen Platz im Kirchenraum liegt ein Anliegenbuch aus. Es ist inzwischen das 42 .Buch. Jedes Buch enthält 1000 Seiten.

Spaziergänger finden leicht den Weg zum Sortengarten am Ortsende von Medenbach, an der Wildsachsener Straße rechts (Richtung Autobahnpolizei), gelegen. Die Anlage, Teil der Streuobstroute „Nassauer Land“, besteht aus über 200 verschiedenen Hochstammbäumen mit mehr als 160 alter Sorten. Die vor 2000 und 2008 - 2019 gepflanzten Bäume sind beschriftet und erinnern an die frühere Gemarkung mit Obstbäumen „soweit das Auge reicht“. Heute sind die Streuobstbestände wertvolle Biotope und Genreservoir für viele Pflanzen und Tiere.

Im alten Ortskern können zwei „Hofreiten", die um 1700 erbaut und in den achtziger Jahren restauriert wurden, betrachtet werden. Das Dorfgemeinschaftshaus, in den fünfziger Jahren errichtet und für die Entwicklung des damaligen Bauerndorfes von großer Bedeutung, wurde privatisiert und zeigt heute wenig von früherer Anmutung.

In der ehemaligen alten Dorfschule (bis 1964) in der Neufeldstraße 9 hat der Heimat- und Geschichtsverein Medenbach 1993 e.V. im Obergeschoss sowie dem Dachgeschoss das Heimatmuseum eingerichtet. Zu den Anfang 2020 beendeten Ausbauarbeiten gehört die Errichtung einer Historischen Gastwirtschaft, wie es sie in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Medenbach mehrfach gab. Auf demselben Gelände sind die "Alte Dorfschmiede" und eine Wagnerwerkstatt zu besichtigen.

Durch die Trassenführung der ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Köln (eröffnet 2001), die im Westen an Medenbach vorbei durch den Schulwaldtunnel geführt wird, konnte eine Zerschneidung der Landschaft und eine weitere Lärmbelastung verhindert werden.

Die im Eingliederungsvertrag von 1971 angesprochene „Lärmschutzanlage“ konnte 2002 bis 2003 als 1500 m lange und 4 m hohe Lärmschutzwand an der Westseite der A3 realisiert werden.

Die Polizeiautobahnstation Wiesbaden, an der Auffahrt zur Autobahnraststätte Medenbach West gelegen, wurde 2004 bezogen. Die Zuständigkeit erstreckt sich über 100 Autobahnkilometer von Teilstrecken der A3, A66, A671, A643 mit den Aufgaben: Verkehrsüberwachung, Unfallaufnahmen, Kriminalitätsbekämpfung, Kradfahrer.

Das neue Medenbacher Bürgerhaus, wurde 2018 fertiggestellt und beherbergt die Ortsverwaltung, die Freiwillige Feuerwehr und das Ortsgericht sowie einen Bürgersaal.

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