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Leben in Wiesbaden
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12. bis 18. Jahrhundert

Grafen, Kriege und der Aufbau von Kirchen und Pfarreien.

Freilich hat keiner jener Grundbesitzer aus seinen Rechten die alleinige Hoheit über den Ort ableiten können. Dies sollte erst den Grafen von Nassau gelingen, die seit dem zwölften Jahrhundert Schierstein in ihre Herrschaft Wiesbaden eingliederten. Kloster Bleidenstadt konnte seinen Einfluss noch bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts ausbauen. Die ursprünglich königliche Pfarrkirche war 1295 den Mönchen übertragen worden. Bis 1705 besaß das katholische Kloster das Recht, Pfarrer zu ernennen und Einkünfte zu erzielen. Dies hatte bereits in der Reformationszeit zu Streitigkeiten mit den Grafen von Nassau geführt, die ab 1534/35 lutherische Prediger begünstigten. 1547 ist Schierstein schließlich offen zur neuen Religionslehre übergetreten.

Aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage wurde der Ort immer wieder von durchziehenden Truppen heimgesucht, was phasenweise zu einem eklatanten Bevölkerungsrückgang führte. So zählte die Gemeinde 1654 nur noch rund 50 Einwohner. 100 Jahre später waren wieder 99 Häuser bewohnt, wobei die Einwohnerzahl nun auf über 600 Personen emporgeschnellt war. 1880 wurden 268 Häuser und 2.132 Menschen gezählt.

Das alte Kirchengebäude am Zehntenhof wurde Mitte des 18. Jahrhunderts abgerissen und 1754 an anderer Stelle durch die bis heute bestehende protestantische Christophoruskirche ersetzt, ein architektonisches Kleinod des Rokoko. Jüngster Zeit entstammen hingegen die katholische Kirche St. Peter und Paul, die Evangelische Auferstehungsgemeinde sowie die Apostolische Gemeinde Wiesbaden.

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