Lebendige Zentren Innenstadt West
Seit 2014 ist das Gebiet "Innenstadt-West" Teil des Städtebauförderprogramms "Lebendige Zentren" - ehemals "Aktive Kernbereiche". Zudem wird das Programm "Sozialer Zusammenhalt Inneres Westend" - ehemals "Soziale Stadt" - hier fortgeführt.
Die angrenzenden Fördergebiete bieten Wiesbaden die Möglichkeit, eine umfassende städtebauliche Strategie zur Stärkung des westlichen Zentrums zu entwickeln. Bis Juli 2024 war die SEG Stadtentwicklungsgesellschaft im Auftrag der Landeshauptstadt Wiesbaden für das Programmmanagement verantwortlich.
Damit die Innenstädte auch künftig Orte der Begegnung, des Austauschs und der Identifikation für alle bleiben, setzt das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ auf den Erhalt und die Weiterentwicklung lebendiger, identitätsstiftender Innenstädte und Ortskerne. Im Fokus stehen bauliche Maßnahmen, die den Wandel in der Innenstadt begleiten: Ziel ist es, die Versorgungssituation zu sichern und zu verbessern, bestehenden Wohnraum aufzuwerten sowie das baukulturelle Erbe zu bewahren. Dabei spielen Energieeffizienz und Klimaschutz eine zentrale Rolle. Ein gesundes Stadtklima, kurze Wege und einladende Stadträume mit vielfältigen Funktionen und Angeboten sind entscheidende Standortfaktoren. Die Umsetzung erfolgt auf kommunaler Ebene in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren, die sowohl als Multiplikatoren als auch als Träger eigener Initiativen agieren.
Der rund 25 Hektar große Planungsbereich im Wiesbadener Westen umfasst das westliche Zentrum. Die Abgrenzung erstreckt sich entlang der Schwalbacher Straße und der Oranienstraße im Westen sowie entlang der Kirchgasse und Moritzstraße im Osten. Aufgrund seiner Lage im Stadtgefüge bildet dieser Raum das Bindeglied zwischen der Einkaufsinnenstadt und dem Westend. Im Norden umfasst das Gebiet große Teile der Einkaufszone, insbesondere die Fußgängerzone Kirchgasse, die eine zentrale Rolle im Einzelhandel spielt. Im Süden dominieren innenstadtnahe Wohnnutzungen zwischen Rheinstraße und Kaiser-Friedrich-Ring. Die Moritzstraße zeichnet sich durch eine vielfältige Nutzung aus, mit Angeboten im Einzelhandel, Dienstleistungssektor und Nahversorgung.
In Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort wurde ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet, das im Oktober 2015 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Ziel war es, den Kernraum städtebaulich weiterzuentwickeln und aufzuwerten. Dabei standen funktionale Weichenstellungen für die Nutzung verschiedener Bereiche sowie die Verbesserung der stadtstrukturellen Verflechtungen mit angrenzenden Innenstadtlagen im Mittelpunkt. Bereits abgeschlossen wurden Maßnahmen (Öffnet in einem neuen Tab) wie die Neugestaltung der Hochstättenstraße und des Gemeindebadgässchens, die Sanierung des Treppenaufgangs Schützenhofstraße sowie der Umbau der Gerichtstraße zur Fußgängerzone (Öffnet in einem neuen Tab). Die Entwicklung des Walhalla (Öffnet in einem neuen Tab) wird ebenfalls mit Fördermitteln aus dem Programm „Lebendige Zentren“ umgesetzt.




