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Leben in Wiesbaden

Pflanzliche Abfälle kompostieren

Wer Grünschnitt kompostiert, wird mit einem idealen Bodenverbesserer belohnt. Verbrennen ist nur im Ausnahmefall erlaubt.

Jedes Jahr – vor allem zu Beginn der Gartensaison – ist es ein gewohntes Bild in Wiesbadener Gärten: Qualmende und stinkende Gartenfeuer, mit denen pflanzliche Abfälle entsorgt werden.

Kompostieren lassen

Grünschnitt und Äste bis maximal zwölf Zentimeter Durchmesser können kostenfrei an einem der drei Wiesbadener Wertstoffhöfe oder bei der Kleinannahmestelle der Deponie abgegeben werden. Je Anlieferung sind bis zu einer Menge von 700 Liter zulässig – das entspricht gut einer Kofferraumladung. Eine weitere Möglichkeit zur Entsorgung von Gartenabfällen ist die Biotonne.

Verwertung vor Verbrennung

Abfälle fallen unter die Bestimmungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG). Danach sind die Erzeuger oder Besitzer von Abfällen verpflichtet, diese zu verwerten. Die Verwertung von Abfällen hat Vorrang vor deren Beseitigung durch Verbrennen.

Lässt es sich trotz aller ökologischen und abfallwirtschaftlichen Nachteile nicht vermeiden, pflanzliche Abfälle zu verbrennen, so sind eine Reihe von Regeln und Maßnahmen zu beachten, um Gefahren für Leben, Gesundheit und Umwelt zu vermeiden.

Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen

Sollte es aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen nicht möglich sein (zum Beispiel keine Möglichkeit des Transportes, Krankheitsbefall der Pflanzen), eine Verwertung durchzuführen, gilt in Hessen die Verordnung über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen (Link siehe weitere Informationen). Danach dürfen landwirtschaftliche und gärtnerische pflanzliche Abfälle außerhalb der geschlossenen Bebauung auf dem Grundstück, auf dem sie anfallen, verbrannt werden.

Die Verbrennung ist nur unter ständiger Aufsicht bei trockenem Wetter von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr erlaubt. Die Abfälle müssen so trocken sein, dass sie unter möglichst geringer Rauchentwicklung verbrennen. Zum Entfachen des Feuers dürfen keine zusätzlichen Stoffe verwendet werden, die eine Personengefährdung herbeiführen können oder zu starker Rauch- oder Geruchsbelästigung führen.

Folgende Mindestabstände sind einzuhalten:

  • 100 Meter zu Wohngebäuden und Autobahnen
  • 50 Meter zu sonstigen Verkehrswegen
  • 35 Meter zu sonstigen Gebäuden
  • 5 Meter zur Grundstücksgrenze.

Das Abbrennen ist so zu steuern, dass das Feuer unter ständiger Kontrolle gehalten wird. Dabei ist möglichst gegen den Wind zu verbrennen. Bei aufkommendem starkem Wind oder, wenn durch starke Rauchentwicklung eine Verkehrsbehinderung oder eine erhebliche Belästigung der Allgemeinheit eintritt, ist das Feuer zu löschen.

Vor Verlassen der Abbrandstelle ist durch die Aufsichtspersonen sicherzustellen, dass Feuer und Glut erloschen sind. Die Verbrennungsrückstände sind unverzüglich in den Boden einzuarbeiten.

Anzeigepflicht

Werden mehr als zwei Kubikmeter pflanzliche Abfälle verbrannt, so ist dies dem Umweltamt mindestens zwei Werktage vor Beginn anzuzeigen. Das Umweltamt kann zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderliche Anordnungen treffen, insbesondere hinsichtlich der Aufsicht und der Bereitstellung von Feuerlöschgeräten.

Die Anzeige muss enthalten:

  • Datum der Verbrennung
  • Lage des Grundstücks, auf dem die pflanzlichen Abfälle verbrannt werden sollen (Gemarkung, Flurstück und Flurnummer)
  • Art und Menge des pflanzlichen Abfalls
  • Namen und Anschriften der Aufsichtspersonen

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