Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Leben in Wiesbaden

Fragen und Antworten zu illegalen Müllablagerungen

Müll in der Landschaft, sei es in der Innenstadt, auf Grünflächen oder im Wiesbadener Wald - das kommt leider viel zu häufig vor. Die Umweltberatung fragt die Abfall-Experten im Umweltamt, wie die Stadt gegen die illegalen Ablagerungen vorgeht.

Wer kümmert sich um illegal entsorgte Abfälle?

In Wiesbaden wird diese Aufgabe durch das städtische Umweltamt wahrgenommen. Es sorgt dafür, dass illegale Abfallablagerungen innerhalb der Stadtgrenze möglichst umgehend beseitigt und entsorgt werden. Das gilt für die Innenstadt genauso wie für die Vororte oder die so genannten "Außenbereiche", also Felder, Wiesen und Wälder. Die Entsorgung selbst übernehmen die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden, mit denen das Umweltamt eng zusammenarbeitet.

Was können Bürgerinnen und Bürger tun?

Illegale Abfälle können dem Umweltamt unter der Telefonnummer 0611 / 31-2295 oder 31-3742 beziehungsweise per E-Mail an illegale-abfaellewiesbadende gemeldet werden. Alternativ nimmt auch die Sauberkeitshotline unter 0611 / 31-9222 Hinweise zu illegalen Ablagerungen entgegen.

Wie geht das Umweltamt vor?

Das Umweltamt überprüft die Meldung zunächst vor Ort. Dafür sind täglich Mitarbeiter im Außendienst unterwegs, suchen vor Ort nach Hinweisen auf den Verursacher oder befragen die Nachbarn im Umfeld der Ablagerungen. Der Müll selbst wird mit einem Aufkleber "Dieser Abfall ist illegal!" gekennzeichnet. Damit wird deutlich gemacht, dass diese Abfallablagerung bereits gemeldet ist und umgehend entsorgt wird. Anschließend ermittelt und informiert das Umweltamt den "Entsorgungspflichtigen", also denjenigen, der letztlich für die Kosten der Entsorgung aufkommen muss.

Wer bezahlt die Entsorgung illegaler Abfälle?

Das ist in der Regel der Grundstücksbesitzer. Da die illegalen Abfälle in den meisten Fällen auf öffentlichen Grundstücken abgelagert werden, trifft dies meist die Stadt Wiesbaden selbst. Die Mittel hierfür werden aus dem städtischen Haushalt – also aus Steuermitteln – aufgebracht. Müllsünder gefährden daher nicht nur die Umwelt, sondern schädigen letztlich auch die Allgemeinheit.

Welche Kosten fallen für die Entsorgung illegaler Abfälle an?

Allein das Umweltamt wendet hierfür jährlich rund 40.000 Euro auf. Den Löwenanteil bei der Entsorgung illegaler Abfallablagerungen tragen aber die Entsorgungsbetriebe mit rund 400.000 Euro pro Jahr.

Wie lange dauert die Entsorgung nach einer Müllmeldung?

Im Allgemeinen zwei bis drei Tage. Bei akuter Umweltgefährdung, zum Beispiel bei Altölen, Altbatterien oder Gasflaschen, findet die Entsorgung in der Regel noch am gleichen Tage statt.

Ist das Stadtgebiet Wiesbadens gleichermaßen von illegalen Ablagerungen betroffen?

In den Vororten wie Naurod, Kloppenheim, Igstadt, Heßloch, Delkenheim, Nordenstadt oder Frauenstein gibt es kaum wilde Müllablagerungen. Die meisten illegalen Abfallablagerungen treten in den dicht bewohnten, durch hohes Verkehrsaufkommen gekennzeichneten Stadtteilen wie Biebrich, Dotzheim, Amöneburg, Kastel und der Innenstadt von Wiesbaden mit dem Westend oder dem Rheingauviertel auf.

Wie viele Müllmeldungen erreichen das Umweltamt pro Jahr?

Durchschnittlich 600 Meldungen über illegale Abfallablagerung erreichen das Umweltamt pro Jahr.

Welche Konsequenzen erwartet Müllsünder?

Müllsünder müssen mit einem Bußgeld bis maximal 2.500 Euro rechnen. Sofern die Stadt die Entsorgung bereits vorgenommen hat, werden diese Kosten zusätzlich vom Verursacher zurückgefordert.

Anzeigen