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Kultur erleben

Konzert mit Sistanagila

Am Samstag, 20. September, gibt "Sistanagila" im Rahmen der Kulturreihe "Tarbut - Zeit für jüdische Kultur" ein Konzert mit einem Mix aus Klezmer und folkloristischen Melodien im Schlachthof.

Männer mit Instrumenten

Vor geraumer Zeit haben sich einige in Berlin lebende israelische und iranische Musiker zusammengetan, um durch die Universalsprache Musik den Dialog zu suchen: Sistanagila war geboren. Der Bandname bezieht sich sowohl auf die iranische Provinz Sistan und das hebräischen Volkslied Hava Nagila, dessen Titel so viel wie "Kommt zusammen" bedeutet. Sie bedienen sich sowohl folkloristischer und religiöser Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditionell persischer Musik als auch moderner und klassischer Kompositionen. Die unterschiedlichen Melodien und Motive, neu arrangiert mit Einflüssen von Flamenco über Jazz bis hin zu progressivem Metal, verschmelzen zu einer Musik, die etwas ganz Neues entstehen lässt und eine Brücke zwischen zwei Welten baut - nicht nur mit symbolischem Wert: Unterschiede führen nicht zwangsläufig zu Konflikten - sondern auch zu Bereicherungen. Wirklich ziemlich toll, wir sahen sie zuletzt bei den Ruhrfestspielen und waren sofort begeistert.

Special Guest - Maria

Als Special Guest mit dabei ist Maria – eine der bekanntesten zeitgenössischen Sängerinnen aus dem Iran. Ausgebildet im klassischen persischen Gesang, machte sie im Iran Karriere als Pop- und Rocksängerin. Mit dem Ernstwerden ihrer musikalischen Aktivitäten sah sie sich aufgrund des Verbots der Frauenstimme im Iran gezwungen, das Land zu verlassen. Drei Jahre nach ihrer Ausreise entschied sie sich für ein selbstgewähltes Exil, da sie durch die Veröffentlichung regimekritischer Werke und Interviews mit oppositionellen Medien im Ausland zunehmend unter Druck geriet. Die Sehnsucht nach der Heimat und ihrer Familie unterdrückte sie, um als Künstlerin in der freien Welt ihre Stimme hörbar zu machen. „Als Teil der Women, Life, Freedom-Bewegung ist sie durch ihre zahlreichen Protestsongs und ihr unermüdliches Engagement bei Protestaktionen zu einer der bekanntesten Stimmen der Bewegung im Ausland geworden.

Besetzung:

Yuval Halpern – Komponist/Gesang 
Jawad Salkhordeh – Tombak (Persische Perkussion) 
Hemad Mansouri – Gitarre 
Avi Albers Ben Chamo – Kontrabass 
Omri Abramov – Saxophon 

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