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Walter Scheel

Am 29. Oktober 1970 trug sich Walter Scheel in das Goldene Buch der Stadt Wiesbaden ein.

Walter Scheel wurde am 8. Juli 1910 in Höhscheid, einem heutigen Ortsteil von Solingen geboren.

Er absolvierte eine Lehre zum Bankkaufmann wurde danach am
3. September 1939 von der Wehrmacht zwangsrekrutiert. Er leistete seinen Wehrdienst während des Krieges und diente schließlich als Adjutant in der Luftwaffe. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er in verschiedenen Industriebetrieben und Verbänden als Geschäftsführer tätig.

Im Jahr 1946 trat er der FDP bei und wurde 1948 Stadtrat in seiner Heimatstadt. Von 1950 bis 1954 war er als Abgeordneter des Wahlkreises Remscheid, Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen. Seit 1953 saß, er bis zu seinem Amtsantritt als Bundespräsident am 1. Juli 1974, im Bundestag.

Scheel war als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit (1961 bis 1966) und als Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler (1969 bis 1974) Mitglied des Bundeskabinetts. In dieser Funktion besuchte er am 29. Oktober 1970 die hessische Landeshauptstadt.

Oberbürgermeister Schmitt begrüßte seinen Staatsgast bei einem Empfang im Festsaal des Rathauses und würdigte ihn als langjährigen Verfechter von Freiheit und Demokratie. Scheel bedankte sich für die freundlichen Worte, erinnerte an seine positiven Erinnerungen an frühere Besuche in Wiesbaden und trug sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt ein.

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