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Leben in Wiesbaden

IEHK Wiesbadener Straße

Für die Wiesbadener Straße in Mainz-Kastel zwischen Kaiser- und Theodor-Heuss-Brücke wird ein Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEHK) erarbeitet. Das Konzept wird in einem Trialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Verwaltung und der Politik bis zum 3. Quartal 2017 entwickelt und soll Perspektiven für die zukünftige Stadtteilentwicklung aufzeigen.

Der Stadtraum Wiesbadener Straße im Kasteler Westen befindet sich seit Jahren in einer Umbruchsituation und stellt sich 2017 als heterogene Gemengelage dar. Unterschiedliche Nutzungen mit verschiedenen Charakteren, Dichten und gestalterischen Ansprüchen prägen den Raum, der auf der einen Seite stark von Bahnlärm belastet wird und auf der anderen Seite das enorme Potenzial des Rheinufers aufzeigt. Die bereits zur Diskussion stehenden Nachnutzungen von Gewerbebrachen – unter anderem die ehemalige Papierfabrik Clemens – und von Konversionsflächen – Kastel Housing Area – verdeutlichen den aktuellen planerischen Handlungsbedarf für diesen Teil von Mainz-Kastel.

Unter Berücksichtigung der sich vollziehenden sozialen und demografischen Veränderungen und des wirtschaftlichen Wandels sollen deshalb mit einem integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept Perspektiven für die zukünftige Stadtteilentwicklung "Wiesbadener Straße" aufgezeigt werden. Das Konzept soll fortschreibbar angelegt den Rahmen für einen nachhaltigen Stadtumbau bilden, vor allem durch eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Siedlungsstrukturen, eine Adressbildung im öffentlichen Raum, die Stärkung der Grünen und Blauen Infrastruktur sowie die Förderung lokaler Initiativen und Partnerschaften.

Die zu entwickelnden Handlungsfelder und Projektbausteine sollen dabei in eine vernetzende Gesamtstrategie münden, die sich in das gesamtstädtische, integrierte Stadtentwicklungskonzept Wiesbaden 2030+ einbettet und relevante Potenzialräume "Flächen im Wandel" vertiefend ausarbeitet.

Prozessorientiert angelegt, wird das integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept in einem engen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern oder Investorinnen und Investoren sowie der Verwaltung und der Politik erarbeitet. In der Phase der Grundlagenermittlung wurden zu unterschiedlichen Themenfeldern Akteursgespräche geführt, um die Akteure und Initiativen vor Ort in den Prozess einzubinden und ihre Sichtweisen, ihre Meinungen und Wünsche als Expertenwissen in die Konzeption einfließen zu lassen.

Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger fanden im April und Mai verschiedene öffentliche Veranstaltungen statt, die die Möglichkeit boten, sich mit eigenen Ideen in den Planungsprozess einzubringen:

  • Freitag, 21. April 2017: StadtQuartiers-Tour
  • Samstag, 22. April 2017: Planen im Freien
  • Donnerstag, 4. Mai 2017: Planen im Freien; Workshop Urbanität & Dichte
  • Freitag, 12. Mai 2017: Ideenwerkstatt
  • Samstag, 13. Mai 2017: Planungslabore

Während der StadtQuartiers-Tour am 21. April konnten von den etwa 45 interessierten Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Hinweise und Anregungen an den Stationen der Fahrradtour aufgenommen werden. Die Ideenwerkstatt und Planungslabore am 12. und 13. Mai haben ebenfalls unter reger Beteiligung konkrete Ergebnisse und Pläne erzielt. In der freundlichen Atmosphäre der Schulräume der Gustav-Stresemann-Schule im Haus der Bildung & Begegnung Kastel Housing wurde zwei Tage lang kreativ und sehr konstruktiv miteinander gearbeitet.

Der voraussichtliche Bearbeitungszeitraum ist bis November 2017 vorgesehen. Das integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept Wiesbadener Straße soll anschließend durch die Stadtverordnetenversammlung der Landeshauptstadt Wiesbaden beschlossen werden und als öffentlich und politisch legitimierter Planungskorridor für weitere Bauleitplanungen in diesem Gebiet dienen.

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