Die Wanderausstellung "Erzähl’ mir von Europa!" macht im sam - Stadtmuseum am Markt Station und zeigt Interviews junger Menschen aus 40 Ländern mit der Großelterngeneration über ihr europäisch geprägtes Leben in Politik, Kultur und Wissenschaft. Eine Übersicht zum umfangreichen und vielfältigen Begleitprogramm.
"Erzähl' mir von Europa!" macht vom 18. März bis 31. Mai in Wiesbaden Station. Im Rahmen dieser Wanderausstellung des europäischen Zeitzeugenprojektes "European Archive of Voices" lädt ein umfangreiches und vielfältiges Begleitprogramm zum Besuch ins sam - Stadtmuseum, ein, sowie unter Anderem in die Caligari FilmBühne und das Literaturhaus.
Öffentliche Führungen im sam - Stadtmuseum am Markt
Samstag, 18. April 2026, 14 Uhr 4 Euro Führungsgebühr. Ohne Anmeldung, Teilnehmendenzahl begrenzt.
Donnerstag, 30. April, 16 Uhr 4 Euro Führungsgebühr. Ohne Anmeldung, Teilnehmendenzahl begrenzt. Im Vorfeld der Filmvorführung im Caligari, s. "L’auberge espagnole – Barcelona für ein Jahr"
Donnerstag, 7. Mai 2026, 18 Uhr 6 Euro Führungsgebühr. Mit Sektausschank, mit Anmeldung.
Sonntag, 17. Mai 2026, 11.30 Uhr – kostenfrei, am Internationalen Museumstag
Di., 24. März, 15 Uhr – Peer-Talk: Praktika in Europa während der Berufsbildung
Menschen in einer geschmückten Straße in Irland
Dienstag, 24. März 2026, 15 bis 16.15 Uhr
Die Veranstaltung findet im Marktkeller statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
Ihr interessiert euch für ein Auslandspraktikum mit Erasmus+ während der Ausbildung? Erfahrt, wie ein Praktikum im europäischen Ausland abläuft und worauf es bei der Vorbereitung ankommt.
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Ein Auslandspraktikum ist eine Erfahrung fürs Leben! Auszubildende mit eigener Auslandserfahrung berichten in unserem Peer Talk von ihren Erlebnissen, geben praktische Einblicke und beantworten Eure Fragen. Wir informieren euch außerdem über Fördermöglichkeiten durch Erasmus+.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts IndA – Internationalisierung der Ausbildung sowie der Mobilitätsberatung der Hessischen Wirtschaft statt und bietet kompakte Informationen rund um Euren Auslandsaufenthalt.
Organisiert wird die Veranstaltung vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. Wiesbaden.
Der Sozialpsychologe David P. Boder mit seinem Tondrahtrekorder während seiner europäischen Feldforschung im Sommer 1946
Mittwoch, 25. März 2026, 18 Uhr
Die Veranstaltung findet im Marktkeller statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
Vortrag Dr. Axel Doßmann mit Unterstützung von Demokratie leben in Wiesbaden. Stimmen aus dem Sommer 1946 - Über frühe Interviews mit europäischen Displaced Persons.
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"Was hat Ihnen passiert, als der Krieg begann?" So direkt und mit jiddischem Einschlag begann David P. Boder im Sommer 1946 häufig seine Interviews mit über 100, in der Mehrheit jüdischen Displaced Persons. Der Sozialpsychologe fixierte diese Gespräche auf Tondraht, es entstand die weltweit erste, enorm facettenreiche Sammlung von Audio-Interviews zur Geschichte des Holocaust und der deutschen Besatzung Europas. Viele der Überlebenden waren im zweiten Nachkriegsjahr noch sehr jung – und oft Waisen. Andere hatten ein Alter erreicht wie "letzte Zeitzeugen" vor 20 Jahren. Die meisten kamen aus Mittel- und Osteuropa, doch auch Überlebende aus Saloniki waren darunter. Der Berliner Historiker Dr. Axel Doßmann stellt die einzigartige Dokumentation exemplarisch vor, lässt dabei auch Boders Aufnahmen aus Wiesbaden hören.
Di., 14. April, 18 Uhr - Vortrag zu Zukunft der EU
"Die Zukunft der EU - Russlands Krieg, Trumps USA und Europas Osterweiterung"
Dienstag, 14. April 2026, 18 Uhr
Die Veranstaltung findet im Marktkeller statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
Referent: Dr. Dr. h.c. Manfred Sapper (1962), Politikwissenschaftler & Historiker, seit 2002 Chefredakteur der Zeitschrift OSTEUROPA, Berlin, Dozent an der Universität St. Gallen, Schweiz.
Moderation: Sven Ringsdorf, stellv. Landesvorsitzender der Europa-Union Hessen.
Eine Veranstaltung der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.
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Die Europäische Union erlebt die größte Herausforderung ihrer Geschichte. Sie steht unter Druck aus Ost und West. Russlands Krieg gegen die Ukraine, der auch ein Angriff auf die europäische Friedensordnung und auf die Grundlagen der EU ist, lässt Europa nicht zur Ruhe kommen. Auch haben sich unter Präsident Trump die transatlantischen Beziehungen verändert. Für Deutschland und die EU geht es um die Selbstbehauptung Europas, um die Verteidigung der Freiheit, des Selbstbestimmungsrechts der Völker und der Souveränität der Staaten.
Vorrangig die Ukraine, aber auch Moldawien und die Staaten des Westbalkans streben in die EU. Sie versprechen sich davon Sicherheit, Stabilität und Wohlstand. Diese Hoffnung ist begründet. Denn die Osterweiterung der EU 2004 um Polen, Tschechien oder die baltischen Staaten ist eine Erfolgsgeschichte. Ist sie wiederholbar? Welche Lehren hält sie für heute bereit? Welche Rolle kann die EU zur Überwindung des Krieges in der Ukraine spielen und welchen Beitrag zur Entwicklung von Stabilität und Entwicklung an den Konflikträndern Europas leisten. Wie kann die Europäische Union im geopolitischen Ringen um die Zukunft Europas handlungsfähiger werden? Und was geht uns das alles an?
Di., 28. April, 18 Uhr - Diskussionsrunde zu Städtepartnerschaften
"Städtepartnerschaften – Auslaufmodell oder Brücke in die Zukunft? Was können Städtepartnerschaften zum Zusammenhalt in Europa beitragen?"
Dienstag, 28. April 2026, 18 Uhr
Die Veranstaltung findet im Marktkeller statt. Der Eintritt ist kostenfrei.
In Wiesbaden sind die Städtepartnerschaften ein lebendiger Teil der Stadtgesellschaft. Und doch stellt sich die Frage: Wie zeitgemäß sind Städtepartnerschaften heute eigentlich noch?
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Wiesbaden ist seit vielen Jahren in Europa und darüber hinaus gut vernetzt: Insgesamt 18 Städte- und Stadtteilpartnerschaften pflegt die Stadt zurzeit. Die älteste wird bald 100 Jahre alt, die jüngste wurde erst 2023 unterzeichnet. Mittendrin liegt die Städtepartnerschaft zwischen Wiesbaden-Naurod und Fondettes an der Loire, die im letzten Jahr ihr 50. Bestehen feiern konnte. Man sieht also, in Wiesbaden sind die Städtepartnerschaften ein lebendiger Teil der Stadtgesellschaft.
Und doch stellt sich die Frage: Wie zeitgemäß sind Städtepartnerschaften heute eigentlich noch? Haben sie ihre ursprüngliche Aufgabe – die Verständigung zwischen Menschen in Europa zu stärken – längst erfüllt? Oder sind sie gerade jetzt wichtiger denn je, um Europa zusammenzuhalten? Und was brauchen Städtepartnerschaften, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein?
Über diese Fragen möchten wir gern ins Gespräch kommen mit:
René Brosius, Hessische Staatskanzlei, stv. Abteilungsleiter Abteilung IX - Internationales und Europa
Christian Hepp, Referatsleiter Referat Fördermanagement und Europa, Landeshauptstadt Wiesbaden
Birgit Reichwald-Dohmes/Anke Henningsen, Royal Tunbridge Wells - Wiesbaden Vereinigung e.V.
Anna Hesse, Abiturientin und Jugendvertreterin im Vorstand des Partnerschaftsvereins Naurod-Fondettes e.V.
Moderation: Dr. Martina Schaad, Vorsitzende Partnerschaftsverein Naurod-Fondettes e.V., in Zusammenarbeit mit Wiebke Roth, Protokollabteilung Stadt Wiesbaden
Eine Veranstaltung des Partnerschaftsvereins Naurod-Fondettes e. V. unterstützt durch das für Städtepartnerschaften zuständige Sachgebiet der Protokollabteilung der Stadt Wiesbaden.
Do., 30. April, 17.30 Uhr - Film "L’auberge espagnole"
Veranstalter Kulturamt Wiesbaden; Caligari FilmBühne und sam – Stadtmuseum Wiesbaden
Eintritt 9 / erm. 8 Euro, mit Wiesbadener Filmkunstkarte 7 Euro
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Cédric Klapischs beschwingte Ensemble-Komödie brachte mit viel Leichtigkeit und Witz sowie einem internationalen Cast das Lebensgefühl der Generation Erasmus auf den Punkt und hat inzwischen längst Kultstatus erreicht.
Der 25-jährige Wirtschaftsstudent Xavier geht für ein Jahr nach Barcelona, um dort sein Studium zu beenden. Gleichzeitig soll er auch sein Spanisch verbessern, denn er hat einen lukrativen Job im Pariser Ministerium für Wirtschaft und Finanzen in Aussicht. Nach der schmerzvollen Trennung von seiner langjährigen Freundin Martine endlich in Barcelona angekommen, landet Xavier in einer multilingualen WG mit sechs anderen Studenten aus ganz Europa. Für sie alle ist dies der Beginn eines turbulenten Jahres voll von Liebe und Streit, Freude und Schmerz, und vor allem: der Suche nach dem individuellen Lebensweg. Kurzum: ein Jahr, das ihr Leben, das gerade erst beginnt, vollkommen auf den Kopf stellt.
F/E 2002, 121 Min., OmU, FSK: ab 6
Buch & Regie: Cédric Klapisch. Kamera: Dominique Colin.
Mit Romain Duris, Judith Godrèche, Audrey Tautou, Cécile de France, Kelly Reilly, Xavier de Guillebon, Kevin Bishop, Federico D'Anna, Christian Pagh, Cristina Brondo, Barnaby Metschurat, Wladimir Yordanoff, Irène Montalà, Iddo Goldberg
Tourist Information, Marktplatz 1, Tel. 0611 1729 930. Mo bis Sa 10.30 bis 17.30 Uhr
Kinokasse im Caligari (ausgenommen Festivals). Ab 2. April täglich 17 bis 20.30 Uhr
oder eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn
Di., 5. Mai, - Nachmittagsveranstaltung
Dienstag, 5. Mai 2026, nachmittags
Referat Fördermanagement und Europa, Landeshauptstadt Wiesbaden Zukunftswerkstatt im Luisenforum – kostenfrei
Weitere Informationen folgen.
Do., 21. Mai, 19.30 Uhr - Autorenlesung & Gespräch
Michal Hvorecký "Dissident"
Donnerstag, 21. Mai 2026, 19.30 Uhr
Veranstaltungsort Literaturhaus Villa Clementine, Frankfurter Straße 1, 65189 Wiesbaden
Eintritt 12 / erm. 9 Euro zzgl. VVG. Kartenvorverkauf über die Tourist-Info und die Homepage des Literaturhauses. Abendkasse: 15 / erm. 11 Euro
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Moderation: Eric Marr
Politisch gesteuerte Medien, Verschwörungstheorien und Geschichtsfälschung: In "Dissident“ legt Michal Hvorecký den Finger auf die Bedrohungen der Demokratie. Nach mehreren Romanen und Erzählungen veröffentlicht der slowakische Autor nun sein erstes Sachbuch und zugleich sein erstes auf Deutsch geschriebenes Buch, in dem er entlang seiner Biografie den Weg Europas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nachzeichnet. Darin verwebt er eigene Erfahrungen mit einem messerscharfen Blick auf die politische Gegenwart, auf die Zerbrechlichkeit der Demokratie und die neuen Widerständigen des 21. Jahrhunderts. Er unterstreicht das dissidentische Erbe der Samtenen Revolution von 1989 und verfasst einen umso lauteren Appell, dem neuen Rechtsruck aktiv entgegenzutreten und leidenschaftlich für ein demokratisches Europa zu kämpfen.
MICHAL HVORECKÝ wurde 1976 geboren und lebt in Bratislava. Er ist als Autor und Journalist tätig und verfasst regelmäßig Beiträge unter anderem für die FAZ und Die ZEIT. In seiner Heimat engagiert er sich für den Schutz der Pressefreiheit und gegen antidemokratische Entwicklungen. Er ist Teil der Gruppe „Arbeit an Europa“, die sich auf vielfältige Weise für die Stärkung des europäischen Zusammenhalts einsetzt.
ERIC MARR (Moderation) war viele Jahre als Nachrichtenredakteur, -reporter und -korrespondent für das ZDF tätig. Heute lebt und arbeitet er in Deutschland und Tschechien als freier Moderator und Journalist.
So., 31. Mai, 15-17 Uhr - Finissage
Am Sonntag, den 31. Mai, von 15 bis 17 Uhr findet die Finissage der Wanderausstellung statt.
Um 15 Uhr lädt das Stadtmuseum zur kostenfreien Kuratoren-Führung durch die Ausstellung ein. Der Fotograf und Kurator der Ausstellung Maximilian Gödecke aus Berlin gibt Einblicke zur Entstehung seiner Arbeit.
Mit einem Glas Sekt lassen wir die Finissage ausklingen.