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Salzbachtalbrücke: Hintergründe und Historie

Am 18. Juni 2021 kollabierte ein Brückenlager an einem Pfeiler der Salzbachtalbrücke. Am 6. November wurde sie nun erfolgreich gesprengt. Auf dieser Seite erfahren Sie, was seitdem passiert ist.

6. November: Brückensprengung

Die Brücke wurde am Samstag, 6. November 2021, erfolgreich gesprengt.

6. Oktober: Bekanntgabe Sprengtermin

Sprengtermin für die 1963 erbaute A 66 Salzbachtalbrücke: Am 6. November 2021 war es so weit: Mit einem Großaufgebot und mit rund 220 Kilogramm Sprengstoff wurden die beiden 310 Meter langen Brückenteile niedergelegt.

15. September: Brückenuntersichtgerät erfolgreich geborgen

Das Schicksal des Brückenuntersichtgerätes auf dem havarierten südlichen Brückenbauwerk der Salzbachtalbrücke bewegt die Öffentlichkeit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus. Doch nun ist es amtlich: Das rund 700.000 Euro teure und rund 32 Tonnen schwere Gerät erleidet nicht das Sprengschicksal. Vielmehr ist es kontrolliert geborgen worden. Lebensretter war in diesem Fall ein Kranführer mit seinem 330 Tonnen Kran und einem bis zu 80 Meter ausfahrbaren Teleskopausleger.

Positioniert wurde die Rettungsmannschaft vor dem südlichen Überbau auf der B 263 in Fahrtrichtung Süden. Das Brückenuntersichtgerät wurde angehoben und kontrolliert auf der B 263 neben dem Kran abgesetzt.

1. September: Stabilisierung abgeschlossen

Sowohl Notstabilisierung des schadhaften Pfeilers als auch weitere notwendige Sicherungsmaßnahmen am südlichen Brückenbauwerk wurden abgeschlossen. Auch die Überprüfung der Nordbrücke steht kurz vor dem Abschluss; bisher gab es keine Auffälligkeiten.

15. Juli 2021: Stabilisierung kommt voran

Die Sicherung des einsturzgefährdeten südlichen Brückenbauteils der Salzbachtalbrücke ist vorangekommen. Mithilfe von High-Tech wie einem ferngesteuerten "Tausendfüßler" konnten auszuführende Arbeiten wie das Unterschieben von Hilfsstützen ausgeführt werden.

25. Juni 2021: Sprengung angekündigt

Unmittelbar nach Eintritt des Schadens haben Experten der Niederlassung West der Autobahn GmbH zusammen mit einer Vielzahl weiterer Institutionen begonnen, Lösungen für die sich stellenden Probleme zu finden. Kurzfristig wurden Festlegungen entwickelt, wie beide Brückenbauteile gesichert werden können. Weiterhin wurden Maßnahmen festgelegt, die zu verkehrlichen Entlastungen im Straßen- und Schienennetz führen. Der Fokus der Planungen liegt nun auf der Sprengung von Nord- und Südbrücke.

18. Juni 2021: Brückenlager kollabiert

Zwischen den Pfeilern und dem Überbau einer Brücke befinden sich sogenannte Lager. Sie dienen der Lastübertragung und ermöglichen gleichzeitig geringe Längsbewegungen des Bauwerkes. Sie lassen so die minimalen Längenänderungen zu, die das Bauwerk bei Temperaturschwankungen erfährt. An einem der Pfeiler der Südbrücke ist ein Brückenlager kollabiert. Dadurch hat sich der Überbau des südlichen Brückenbauwerks (FR Frankfurt) um etwa 30 Zentimeter abgesenkt und sitzt nun direkt auf dem Pfeiler. Dieser hat sich seitlich verschoben und weist massive Rissbildungen auf. Betonteile sind auf die B 263 abgegangen. Daraufhin wurden umgehend die Sperrungen veranlasst. 


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