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Kultur

Christa-Moering-Stipendium 2009

Erste Preisträgerin ist die in Trier geborene und in Wiesbaden arbeitende und lebende Künstlerin Nicole Ahland.

Der Magistrat der Stadt Wiesbaden hat im Frühjahr 2009 beschlossen, ein Stipendium speziell zur Förderung von Künstlerinnen einzurichten. Dieses wurde nun zum ersten Mal vergeben. Das Stipendium ist nach der Wiesbadener Künstlerin und Ehrenbürgerin Christa Moering benannt. Ihr zu Ehren soll das erste Stipendium in diesem Jahr an eine bildende Künstlerin gehen. Die siebenköpfige Jury unter dem Vorsitz von Kulturdezernentin Rita Thies einigte sich nach ausführlicher Beschäftigung mit den Bewerbungen und intensiver Diskussion auf Nicole Ahland.

Die Jury hatte 43 Bewerbungen zu sichten, und es wurde dabei eindrucksvoll sichtbar, dass außerordentlich viele gute Künstlerinnen in Wiesbaden leben und arbeiten. Eine Unterstützung für Künstlerinnen war und ist dringend erforderlich, weil zwar viele Frauen im Bereich Kunst und Kultur tätig sind, aber ihre finanzielle Situation sich schlechter als die ihrer männlichen Kollegen darstellt. Das zeigt sich bundesweit sowohl im Bereich der Ankäufe als auch bei der Bezahlung von Leistungen. Das Stipendium ist mit 5.000 Euro dotiert und wird ab 2009 jährlich in wechselnden Sparten vergeben.

Nicole Ahland, 1970 in Trier geboren, studierte von 1999 bis 2005 Freie Kunst an der Akademie für bildende Künste der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, war dort wissenschaftliche Mitarbeiterin und lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Wiesbaden. Sie beschäftigt sich mit dem Erforschen von Raum und Ort und arbeitet mit den Medien der Fotografie und Installation. Ihre Werke zeichnen sich aus durch ein spannungsreiches Spiel von Licht und Schatten, Leere und Fülle, An- und Abwesenheit.

Arbeiten der frisch gekürten Stipendiatin werden im kommenden Jahr im "frauen museum wiesbaden" ausgestellt. Ihre Fotografien gelten als Momentaufnahmen der Stille und Weite, Räume erzählen von Erinnerung und Vergänglichkeit. Menschen erscheinen geisterhaft, entrückt und unerreichbar hinter einem Schleier verborgen. Die Thematik des Erinnerns - sich und andere - und der Spurensuche in Vergangenem und Gegenwärtigem ist eine Konstante in der Arbeit des "frauen museums". Umso mehr freuen sich die Macherinnen des Museums, die Arbeiten von Nicole Ahland im Rahmen des Christa Moering Stipendiums zu präsentieren.

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