Stipendium Follow Fluxus
Das von der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Nassauischen Kunstverein Wiesbaden zum achtzehnten Mal in Folge vergebene Stipendium "Follow Fluxus – Fluxus und die Folgen" geht an Christian Naujoks. Der Künstler wird von Juni bis August in Wiesbaden anwesend sein.
Aktueller Stipendiat 2025/2026: Christian Naujoks
Christian Naujoks - er wurde 1980 geboren und lebt in Berlin - ist Komponist, Musiker und Künstler. Seine Arbeiten waren international in einer Vielzahl von Kontexten zu hören und zu sehen wie zum Beispiel im Kunstverein Nürnberg – Albrecht Dürer Gesellschaft, der Galerie Max Mayer, Düsseldorf, den KW Institute for Contemporary Art, Berlin, im Museum of Contemporary Art Santa Barbara, Kalifornien, bei Sonic Somatic, Florenz sowie in der Elbphilharmonie, Hamburg und der Royal Academy of Arts, London. Seine künstlerische Forschung präsentiert er dieses Jahr am Rhythmic Music Conservatory, Kopenhagen. Er veröffentlichte mehrere Alben bei dem Berliner Label Dial Records und wurde 2019 mit dem Villa Romana-Preis ausgezeichnet. Werke von Christian Naujoks befinden sich unter anderem in der Sammlung des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin und der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen K21.
Begründung und Jurty
Die fünfköpfige Jury setzte sich zusammen aus Jana Dennhard (freischaffende Kuratorin), Elmar Hermann (Bildender Künstler), Dr. Barbara Engelbach (Kuratorin Sammlung Zeitgenössische Kunst, Fotografie und Medienkunst, Ludwig Museum Köln), Monique Behr (Referentin für Bildende Kunst, Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden) und Lotte Dinse, (Direktorin, Nassauischer Kunstverein Wiesbaden).
Die Jury entschied aus 408 Bewerbungen einstimmig und begründete ihre Wahl wie folgt: "Mit seinem Projektvorschlag beeindruckte Christian Naujoks die Jury wegen einer interdisziplinären Praxis, die Fragen des Hörens auf überzeugende Weise mit gesellschaftlichen, körperlichen und räumlichen Dimensionen verbindet. Naujoks versteht Hören nicht als neutrales Wahrnehmen, sondern als etwas, das durch Technik, Sprache und soziale Konventionen hergestellt wird. Ausgehend von seiner eigenen Erfahrung mit Tinnitus und Hörbeeinträchtigungen, lenken Naujoks Performances und Klangarbeiten feinfühlig, eindringlich und scharfsinnig den Fokus auf Momente, in denen das Hören fragil wird, Laute übersteuern oder sich auflösen."
Die für den Nassauischen Kunstverein Wiesbaden geplante Ausstellung verknüpft Klanginstallation, partizipative Formate und performative Elemente, die unterschiedliche Formen des Hörens einbeziehen. Damit eröffnen sich nicht nur neue Zugänge zur Klangkunst, sondern es entsteht ein Raum für gemeinsames Hören und unterschiedliche Wahrnehmungen.
Der Preis
Die Gründung des Stipendiums geht auf die "Fluxus Festspiele Neuester Musik" zurück, die 1962 in Wiesbaden stattfanden. Mit dieser Fluxusveranstaltung erhielt die neue Kunstrichtung erstmals ein breites Echo.
Das Arbeitsstipendium ist mit 10.000 Euro dotiert und wird für drei Monate von Juni bis August vergeben. Während dieser Zeit werden den Stipendiaten Wohn- und Atelierräume im Nassauischen Kunstverein zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an das Arbeitsstipendium findet von September bis Ende Mai des folgenden Jahres im NKV eine Ausstellung der Stipendiaten statt, zu der eine Publikation erscheint.
Für die Dauer des Stipendiums sollen sich die Stipendiaten überwiegend in Wiesbaden aufhalten. Nominiert werden können nationale und internationale Künstler im Alter von 18 bis 47 Jahren aus dem Bereich der Bildenden Kunst. Das Stipendium ist offen für alle künstlerischen Medien einschließlich performativer Ansätze.
Bisherige Stipendiatinnen und Stipendiaten
- Stipendiatin 2024: Lola Göller (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiatin 2023: Maja Smrekar (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiatin 2022: Daniela Ortiz (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiatin 2021: Jackie Karuti (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiat 2020: David Horvitz (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiat 2019: Jace Clayton (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiat 2018: Assaf Gruber (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiatin 2017: Gerit Frohne-Brinkmann (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiatin 2016: Adriana Lara (Öffnet in einem neuen Tab)
- Stipendiatin 2015: Mehreeen Murtaza (Öffnet in einem neuen Tab)
Kulturamt
Anschrift
65185 Wiesbaden
Postanschrift
65029 Wiesbaden
Weitere Hinweise
Besuchereingang: Friedrichstraße 16
Anreise
Hinweise zum ÖPNV
ÖPNV: Haltestelle Dern'sches Gelände, Buslinien 1, 2, 4, 5, 8, 14, 15, 16, 17, 18, 21, 22, 23, 24, 27, 262, 45, 46, 47, 48, E, N2, N4, N5, N9, N10, N11, N12, X26.
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