Umwelt-Tipp Juni: Gut für das Klima sorgen – und für sich selbst
Die Folgen des Klimawandels werden zunehmend spürbar und können auch emotional belasten. Viele Menschen fühlen sich verunsichert, traurig, erschöpft oder ohnmächtig. Jedoch: Kleine Veränderungen im Alltag können helfen, Stress zu reduzieren und Zuversicht zu stärken.
Hitzewellen, Starkregen oder Waldbrände zeigen immer deutlicher, dass die Klimakrise längst bei uns angekommen ist. Die Folgen werden zunehmend körperlich spürbar und können emotional belasten. Viele Menschen fühlen sich verunsichert, traurig, erschöpft oder ohnmächtig. Zudem sorgen sie sich nicht nur um die eigene Zukunft, sondern auch um die von Kindern, Enkeln und kommenden Generationen. Auch in Wiesbaden ist die Sorge um Umwelt und Klimawandel groß: In der Umfrage „Leben in Wiesbaden 2022“ sorgten sich 81 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wegen des Klimawandels.
Die gute Nachricht: Wer über seine Gefühle spricht und im Alltag kleine Veränderungen umsetzt, kann besser mit Belastungen umgehen und neue Zuversicht gewinnen.
So stärken wir Zuversicht in schwierigen Zeiten:
Über Klimagefühle reden: Sorgen über Klimawandel beschäftigen viele Menschen. Gespräche mit Freunden oder Familie können entlasten und neue Perspektiven eröffnen. In Wiesbaden gibt es ab Juni ein neues Angebot: Im Klimacafé Wiesbaden können Menschen offen über ihre Gefühle zum Klimawandel sprechen. Der geschützte und moderierte Austausch kann entlasten und das Gefühl stärken, mit den eigenen Sorgen nicht allein zu sein.
Nachrichten bewusst dosieren: Ständige Krisenmeldungen können belasten. Informieren Sie sich gezielt und gönnen Sie sich bewusst Pausen von Nachrichten oder Social Media. Das hilft, den Kopf freizubekommen und Stress zu reduzieren. Wichtig ist auch: Achten Sie auf Informationen, die den Blick auf Lösungen und positive Entwicklungen lenken. Das kann Mut machen und neue Kraft geben.
Kraft schöpfen in der Natur: Ein Spaziergang in der Natur oder bewusstes Durchatmen können helfen, Abstand zu belastenden Gedanken zu gewinnen und neue Kraft zu schöpfen. Eine Studie belegt, dass bereits sechs Minuten Vogelgesang am Tag, einen positiven Effekt auf Ängstlichkeit und Depressivität haben können.
Selbst aktiv werden: Wer selbst etwas für Klima und Umwelt tut, fühlt sich weniger hilflos und erlebt, dass das eigene Handeln etwas bewirken kann. Das kann ein Repair-Café, gemeinsames Gärtnern, Energiesparen oder der Weg mit dem Fahrrad statt mit dem Auto sein. Kleine Schritte machen einen Unterschied.
Nicht perfekt sein wollen: Niemand kann die Klimakrise allein lösen. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Kräfte realistisch einzuschätzen und sich nicht zu überfordern.
Sich mit anderen zusammentun: Gemeinsam aktiv zu werden kann entlasten und Mut machen. Wer sich mit anderen engagiert, merkt oft: Ich bin mit meinen Sorgen nicht allein. Nachbarschaftsprojekte, Vereine oder lokale Initiativen stärken das Gemeinschaftsgefühl und zeigen, dass Veränderung möglich ist.
Gut für sich selbst zu sorgen, ist gerade in belastenden Zeiten wichtig. Wer auf die eigene mentale Gesundheit achtet, bleibt handlungsfähig, findet leichter neue Zuversicht und fühlt sich stärker mit anderen verbunden.
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