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Pressemitteilung der Landeshauptstadt Wiesbaden

Jahresbericht zur städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Ostfeld

Das Stadtplanungsamt und die Stadtentwicklungsgesellschaft Wiesbaden (SEG) haben im Rahmen der jährlichen Berichterstattung die Fortschritte in der Durchführung der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (SEM) Ostfeld für den zurückliegenden Berichtszeitraum vorgelegt.

Das Stadtplanungsamt und die als Treuhänder und Entwicklungsträger beauftragte SEG stellen in einer umfangreichen Sitzungsvorlage, die an die Stadtverordnetenversammlung gerichtet ist, Projektfortschritte und Kostenentwicklungen der Maßnahme dar. 

Vor der Beratung in der Stadtverordnetenversammlung wurde der Bericht zunächst dem Magistrat zur Kenntnisnahme vorgelegt. Im Oktober und November wird der Bericht zudem den von der Maßnahme räumlich betroffenen Ortsbeiräten Kastel, Erbenheim, Amöneburg, Biebrich und Südost vorgestellt. Hierbei stehen Vertretungen des Stadtplanungsamtes und der SEG den Mitgliedern der Gremien für Rückfragen zum Bericht zur Verfügung. 

Im zurückliegenden Berichtszeitraum wurden wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung des Projektes geschaffen. So wurden Vergabeverfahren für die städtebauliche Rahmenplanung sowie für die Beauftragung zahlreicher Fachexpertinnen und -experten aus den Bereichen Wasser, Klima, Mobilität, Schallschutz sowie Einzelhandel, Dienstleistung und Gewerbe vorbereitet und durchgeführt. Zudem hat die für die SEM Ostfeld zuständige Kommission Ostfeld, die aus dem hauptamtlichen Magistrat sowie aus weiteren Vertretungen der politischen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung besteht, Vorzugsvarianten für ein in den nächsten Planungsschritten auszuarbeitendes nachhaltiges Energiekonzept sowie Wasserkonzept für das Stadtquartier festgelegt. Auch die erforderlichen vorbereitenden Maßnahmen wurden weitergeführt. So hat die SEG unter anderem die Kampfmittelräumung und archäologischen Grabungen fortgesetzt. Außerdem wurden zahlreiche Fachgutachten und Fachplanungen, insbesondere für das laufende Bauleitplanverfahren für den neuen Campus des Bundeskriminalamtes (BKA) weitergeführt. Darüber hinaus hat die SEG in ihrer Funktion als Entwicklungsträger den für die Durchführung der SEM Ostfeld erforderlichen Grunderwerb weiter vorangetrieben. 

Die intensive Zusammenarbeit mit den seitens des Bundes beteiligten Institutionen und Behörden zur Schaffung des neuen Behördenstandortes für das BKA im nördlichen Teil des Entwicklungsgebietes wurde fortgesetzt. Ebenso wurden die Bauleitplanverfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes weitergeführt. Über die Weiterentwicklung des städtebaulichen Entwurfes und den Stand der Bauleitplanung für das BKA informierte die Stadt am 12. Mai 2026 bei einem sehr gut besuchten Informationsabend Bürgerinnen und Bürger sowie die interessierte Öffentlichkeit. 

Im Entwicklungsgebiet Ostfeld werden neben Wohn- und Lebensraum für circa 10.000 Menschen zahlreiche Arbeitsplätze und eine vielseitige Versorgungsinfrastruktur entstehen. So sehen die Planungen unter anderem die Errichtung von 60 KiTa-Gruppen, zwei Grundschulen, zwei weiterführende Schulen sowie Gemeinbedarfs-, Grün-, Sport- und Erholungsflächen vor. Die Entwicklung des Gebiets wird im Wesentlichen durch die Wertsteigerung der Grundstücke finanziert, die durch die geplante Entwicklung entsteht. Wiesbaden nutzt zur Schaffung neuen Wohnraums wie auch viele andere Städte in Deutschland das Instrument der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme. Nach Abschluss der Maßnahme kann sich ein finanzieller Zuschussbedarf der Stadt ergeben, wenn die Kosten für die Entwicklung höher sind als die Einnahmen aus der Vermarktung der Grundstücke. Wie hoch dieser Zuschussbedarf ausfällt, wird in der jährlich fortzuschreibenden Kosten- und Finanzierungsübersicht (KoFi) ermittelt. Dabei werden die zu erwartenden Kosten und Einnahmen auf Grundlage der jeweils aktuellen Planungen und Annahmen bis zum vorgesehenen Abschluss der Maßnahme betrachtet und hochgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr hat sich der städtische Zuschussbedarf um 76 Millionen Euro auf insgesamt 286 Millionen Euro erhöht. Im Wesentlichen geht der erhöhte Zuschussbedarf auf eine Kombination von fallenden Baulandpreisen bei gleichzeitig steigenden Baupreisen zurück. Zukünftige Änderungen dieser Rahmenbedingungen könnten im Rahmen der jährlichen Anpassung den städtischen Zuschussbedarf wieder reduzieren. Bei der Betrachtung der finanziellen Auswirkungen der Maßnahme ist stets der Gegenwert der entstehenden Infrastruktur mit Schulen, Kindertagesstätten und weiteren Einrichtungen für die öffentliche Daseinsvorsorge zu berücksichtigen. Die SEM ermöglicht es, diese Infrastruktur im Zusammenhang mit der Entwicklung des Gebiets zu finanzieren und damit den städtischen Haushalt zu entlasten. 

Informationen rund um die SEM Ostfeld erhält man unter www.mehrwiesbadenwagen.de (Öffnet in einem neuen Tab). Dort gibt es die aktuellen Projektfortschritte sowie für die Öffentlichkeit bereitgestellte Unterlagen zum Download. Darüber hinaus kann man sich über die Homepage für den regelmäßig erscheinenden Newsletter anmelden.


Herausgeber dieser Pressemitteilung ist das Pressereferat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Schlossplatz 6, 65183 Wiesbaden, pressereferatwiesbadende. Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das zuständige Dezernat oder Amt wenden.

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